Männliche Beschneidung vs weibliche Beschneidung – Ein Vergleich -ODER- Alle Beschneidungsargumente Pro und Contra auf einen Blick

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In der ganzen Beschneidungsdebatte mangelt es an neutralen und umfänglichen Argumenten.

Deshalb hier alle Vergleiche und Beschneidungsargumente auf einen Blick.

 

Zunächst einmal das interessante Mann-auf-Baby-Gesundheitsritual aus Indien.

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Bitte ankreuzen, was auf dich zutrifft:

  "Ich lehne dieses Ritual ab, weil ich ein intoleranter indophober Rassist bin"
  "Das Ritual ist in Ordnung, aber nur wenn es vom umfassend ausgebildeten Fachpersonal ausgeübt wird"
  "Es ist OK, solange es nur Jungen angetan wird, denn männliche Babies sind ganz anders als weibliche Babies"
  "Super! Denn einige Untersuchungen zeigen, dass es durch dieses Ritual weniger AIDS gibt"
  "Kein Problem, solange unnötige Schmerzen vermieden werden. Auf vollnarkotisierten Babies zu stehen, dürfte mit der Verfassung vereinbar sein."
  "Durch ein Verbot würde man das falsche Signal an die Kinder senden: 'Ihr seid hier nicht willkommen'"

 

Na, kommen dir diese Antworten aus der Beschneidungsdebatte bekannt vor?

Dann wollen wir uns einmal diese Argumente (und einige mehr) etwas genauer anschauen:

 

 

"Männliche Beschneidungen sind nicht vergleichbar mit weiblichen Beschneidungen"

Ganz im Gegenteil.

Beide Beschneidungsarten SIND vergleichbar und MÜSSEN sogar verglichen werden.

Angefangen von der Anzahl der Beschnittenen (ca. 6:1 Jungen zu Mädchen) bis zur Anzahl der Nervenenden (20.000 bei der Vorhaut, 8.000 bei der Klitoris) bis zur Orgasmusfähigkeit (sowohl beschnittene Frauen als auch Männer können orgasmen). Es darf keine Vergleichstabus geben.

Der Standpunkt "Männliche und weibliche Beschneidungen sind etwas gaaanz anderes" transportiert nicht nur die feministische Ideologie weiter, nach der…

  • Frauen BESONDERE Opfer sind
  • und Frauenkörper besonders schützenswerte Körper sind

…sondern verdrängt auch aus dem Blickfeld…

  • dass fast alle Argumente (die für oder gegen Beschneidungen genannt werden) sowohl für weibliche als auch für die männliche Beschneidungen gelten, weil das dahintersteckende Prinzip (= die Modifizierung kindlicher Sexualorgane) das gleiche ist.

Das heißt, selbst wenn weibliche Beschneidung in der Tat ein viel gravierender Eingriff wäre, so ist die Behauptung der Unvergleichbarkeit völlig kontraproduktiv.

Das ist so ein ähnlicher feministischer Mind-Trick wie bei Vergewaltigungen, wo ebenfalls die Mann->Frau Vergewaltigung zu etwas ganz besonderem verklärt wird, "unvergleichbar mit jedem anderen Verbrechen" und "schlimmer als Folter", und somit plötzlich Mann->Mann Vergewaltigungen ganz aus dem Blickfeld verschwinden und nie in irgendwelchen Statistiken oder Untersuchungen auftauchen.

Dann heißt es, weibliche Beschneidungen sind…

  • frauenfeindlich
  • sexualfeindlich
  • Kindesmisshandlung
  • patriarchalisch
  • verstümmelnd
  • irreparabel
  • destruktiv
  • eines der größten Verbrechen an einem Kind
  • wo das Jugendamt präventiv tätig werden muss

…während zur gleichen Zeit auf magische Weise männliche Beschneidungen das Gegenteil von alledem sein sollen, nämlich…

  • "ein Zeichen einer weltoffenen Toleranz"
  • "ein Ausdruck religiöser Vielfalt und somit besonders geschützt"
  • "ein minimalinvasiver Eingriff, der ganz schnell vorbei ist"
  • "ganz steril *schwupps* schon passiert, kein Problem"

…und somit sei eine Ächtung…

  • "juristisch nicht haltbar"
  • "realitätsferne politische Correctness"
  • "ausgrenzend"
  • "ein vulgärer Rationalismus, der sich unter dem Deckmantel der Menschenrechte anmaßt, zu beurteilen, was hinsichtlich religiöser Riten richtig und was falsch ist"
  • "grober Unsinn", "bizarr"
  • "islamfeindlich", "anti-semitisch"
  • "Unruhestiftung"

 

Kurzum: "Weibliche Beschneidung ist eine ganz weit verbreitete Praxis, und somit der Beweis, um was für ein Verbrechen es sich handelt" während "Männliche Beschneidung eine ganz weit verbreitete Praxis ist, und somit der Beweis, um was für wichtige religiöse Praxis es sich handelt".

Jeder Beschneidungsgegner, der zwar gegen männliche Beschneidung argumentieren will, aber gleichzeitig von einer Unvergleichlichkeit spricht, schwächt seine Position, weil er automatisch die männliche Beschneidung verharmlost und das Argumentieren gegen sie erschwert.

 

 

"Die WHO sagt, dass Beschneidungen gegen AIDS helfen"

Selbst die WHO (Weltgesundheitsorganisation) lehnt Zwangsbeschneidungen an Säuglingen ab. Die WHO spricht sich vielmehr aus

  • für FREIWILLIGE Beschneidungen
  • an Männern, die INFORMIERT sind und EINGEWILLIGT haben
  • in einigen WENIGEN Ländern

Darüber hinaus sind die Studien, auf die sich die WHO beruft, gelinde gesagt, umstritten ("Junk Science") aus mehreren Gründen, zum Beispiel

  • weil die Unbeschnittenen aus anderen gesellschaftlichen Schichten rekrutiert wurden als die Beschnittenen
  • weil die sexuell aktiven Vergleichszeiträume der Beschnittenen kürzer waren
  • weil aus den Studien nur ein minimaler Erfolg ableitbar ist (ca. 1% vs 2%, der im statistischen Rauschen untergeht, zumal sich viele Teilnehmer aus der Studien vorzeitig ausgeklinkt haben)
  • weil die Studien vorzeitig abgebrochen wurden
  • …und aus zahlreichen anderen Gründen mehr.

Schon allein die Tatsache, dass die USA zu den beschnittensten Ländern gehören, aber mit die höchsten AIDS-Raten aufweisen, sollte stutzig machen.

Und zurecht. Denn wenn 80% des sensorischen Gewebes in der Vorhaut sitzt (siehe unten), dann dürften beschnittene Männer viel abweisender gegenüber Kondomen sein und gleichzeitig pro Sexualverkehr längeren Kontakt mit dem Sexualpartner pflegen als unbeschnittene Männer. Und wenn durch die fehlende Vorhaut die Eichel mehr austrocknet und mehr Mikrorisse bekommt, dann steigt die Gefahr sich zu infizieren.

So gibt es dementsprechend wissenschaftliche Beobachtungen, die der WHO widerprechen und von einer höheren Infektionsrate unter Beschnittenen ausgehen:

"There appears no clear pattern of association between male circumcision and HIV prevalence. In 8 of 18 countries with data, HIV prevalence is lower among circumcised men, while in the remaining 10 countries HIV prevalence is higher among circumcised men."

USAID, DHS Comparative Reports 22

 

Hier eine Ländergrafik, die zeigt, dass beschnittene Männer ein höheres AIDS-Risiko haben:

Wir dürfen auch auf einen statistischen Trick hinweisen:

Selbst WENN man beweisen kann, dass beschnittene Männer theoretisch weniger Infektionen übertragen, so ist damit noch nichts über den generellen Erfolg ausgesagt, weil sowohl Risk Compensation existiert ("Mit Gurt fährt sich's schneller" = "Hey prima. Jetzt wo ich beschnitten bin, kann mir nichts passieren"), als auch "Vorhautkompensation" ("Seit die Vorhaut weg ist, fühle ich weniger, da werde ich nicht noch ein Kondom überstülpen"), als auch der alte Statistikerwitz nach wie vor gilt: "Es gibt eine gute und schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst: Die Denguefieber-Todesfälle haben sich verdoppelt. Nun die gute: Die Malaria-Todesfälle haben sich halbiert".

 

 

"Männliche Beschneidungen sind OK, weil weibliche Beschneidungen viel schlimmer sind"

Hier werden gleich zwei Fehler gemacht.

Der erste Fehler ist, dass man die männliche Vorhautbeschneidung mit der härtesten Form der weiblichen Beschneidung vergleicht, nämlich mit der Entfernung des Kitzlers und der inneren Schamlippen und der Infibulation (= Vernähen der äußeren Schamlippen) ("FGM III"). Ca. 15% aller Beschneidungen sind FGM 3.

In der Praxis gibt es aber relativ harmlose weibliche Beschneidungen, z.B. nur das Anritzen der Klitorisvorhaut oder das Anpieksen der inneren Schamlippen (für den symbolischen Tropfen Blut) und sehr gefährliche männliche Beschneidungen, z.B. das Abziehen der gesamten Penishaut, Zerquetschen eines Hodens oder das Aufschlitzen der Unterseite des Penis.

Jegliche Art von weiblicher Beschneidung ist aber strafbewährt (selbst das bloße Anpieksen der Schamlippen), während das Wegschlitzen der Vorhaut straffrei ist.

Sogar das Re-Infibulieren (also das Wiederzunähen nach Geburten) auf ausdrücklichen Wunsch von erwachsenen Frauen ist in manchen Ländern verboten.

 

Der zweite Fehler ist, dass man die männliche Beschneidung überhaupt mit irgendetwas vergleicht, um sie harmloser erscheinen zu lassen.

Der korrekte Ansatz, um den Schweregrad der Beschneidung beschreiben, wäre nämlich, nicht die männliche Beschneidung mit der weiblichen Beschneidung zu vergleichen (und schon gar nicht die Jungenbeschneidung in sterilen westlichen Krankenhäusern mit Mädchenbeschneidung in unhygienischen afrikanischen Dörfern), sondern die männliche Beschneidung mit der männlichen Nicht-Beschneidung.

Sonst könnte man jegliche Art von Verstümmelung gutheißen, solange es noch schlimmere Verstümmelungen gibt.

 

"Das bisschen Vorhaut. Unnötig wie Blinddarm/ Mandeln/ Weisheitszähne."

Abgesehen davon, dass Blinddarm/Mandeln/Weisheitszähne nicht unnötig sind: Seit wann bemisst man den Wert eines Körperteils in Millimetern?

Gerade die Vorhaut ist keine "unnötige Hautfalte", die man konsequenzfrei wegschneiden kann, sondern ein ganz besonderer Körperteil mit folgenden Hauptfunktionen:

  • Die Vorhaut enthält 70 Meter Nerven.
  • Die Vorhaut schützt die Eichel. (Gerade bei Babys und ihrem schwachen Immunsystem sollte der Penis nicht mit Windelfäkalien eingeschmiert werden).
  • Die Vorhaut nährt die Eichel.

 

Ohne Vorhaut keratinisert ("verledert", "mumifiziert") die Eichel, d.h. sie wird immer schrumpeliger, zäher und unempfindlicher, vergleichbar mit ausgetrockneten Lippen oder dem Auge bei einem fehlendem Augenlid.

In der Tat ist die Vorhaut so einzigartig, dass amputierte Baby-Vorhäute in der Kosmetikindustrie für Anti-Falten-Cremes benutzt werden.

Männer, denen nicht die ganze Vorhaut entfernt worden ist (also deren Eichel im unerigierten Zustand noch etwas bedeckt ist), haben eine zweifarbige Eichel mit einer offenliegenden dunkleren (fast) tauben Eichelspitze und einer wohlerhaltenen stimulierbaren Eichelbasis.

Beschnittene Männer erleben den Orgasmus viel weniger intensiv und haben durch die fehlende Stimulation…

  • …in jüngeren Jahren größeres Durchhaltevermögen (können länger / brauchen länger)
  • …in älteren Jahren aber Erektionsschwierigkeiten, weil bis dahin die Verlederung weiter fortgeschritten ist und sowohl die Reizrezeptoren der Eichel als auch die der Vorhaut fehlen.

Die Vorhaut ist also nicht etwa nutzloses überschüssiges Gewebe, sondern ein schützendes, GUTES, funktionales Gewebe, dessen Amputation zum sichtbaren und spürbaren Nachteil des Mannes ist.

 

 

"Die Vorhaut ist nur ein Stück Haut"

Weil die Vorhaut beim unerigierten Penis über den Penis hinausragt, mag für den unbedarften Beobachter der Eindruck entstehen,

  • dass es unnötiges Gewebe ist ("zu langer Fingernagel")
  • dass es bloß die Verlängerung der Penisschafthaut ist.

Dann fallen solche männerfeindlichen Sprüche wie "Ab mit dem Zipfel" oder "Beschneidungsgegner leiden wohl an Kastrationsangst" oder "Hängt euch doch nicht an so einem Stückchen Haut auf" (was nichts als Logikumkehr ist, weil sich ja gerade die Beschneidungsbefürworter daran aufhängen, und man bei Moslems noch zusätzlich erwidern könnte mit "Nun hängt euch doch nicht auf an so einem Stückchen Kopftuch").

Sogar mit dem Abschneiden der Nabelschnur(!) wurde Zirkumzision verglichen.

Nichts könnte von der Wahrheit entfernter sein:

"Das, was mir am Gewebe der Vorhaut auffiel, war die Ähnlichkeit zur Fingerspitze mit einem hohen Grad an Innervation mit viel, sehr viel [lots and lots] sensorischem Gewebe und die Tatsache, dass die Vorhaut eine weit komplexere Struktur war als nur eine einfache Erweiterung der Schafthaut des Penis. Das ist nämlich das, was die meisten Menschen denken, was die Vorhaut sei: Nämlich bloß ein Lappen, der sich über die Eichel erstreckt, um die Eichel zu schützen. Das ist sie eben NICHT. Ich würde die Vorhaut betrachten als eigenständiges Organ.

Mikroskopisch sieht man, dass die Vorhaut eine enorme sensorische Funktion hat. Ich glaube, dass die Vorhaut die höchste Konzentration an sensorischer Innervation des gesamten männlichen Körpers hat… Man kann die Vorhaut nicht als "bloßes Stück Haut" beschreiben…

Dieser Bereich… besitzt dieselben spezialisierten Nervenenden wie die Fingerspitze, nur wahrscheinlich 10 mal so viele… Die Vorhaut ist zweifellos die sensorische Hauptkomponente des Penis [main sensory unit of the penis]. Wenn die Vorhaut entfernt wird, entfernt man mindestest 50% des Empfindungsvermögens des Penis [50% of the sensory capacity] und der Effekt ist verheerend für die sexuelle Leistungsfähigkeit… und das ist auch seit Jahrhunderten wohlbekannt.

Man kann die Vorhaut nicht als normale Haut betrachten, das ist sie nicht. Sie ist hochspezialisiertes Gewebe.

Beschneidung entfernt 50% der Haut des Penis, und ungefähr 75% bis 80% des sensorischen Gewebes."


Prof. Ken McGrath

 

Vergleichen wir einmal dazu, wie das deutsche Qualitätsfernsehen über die Vorhautbeschneidung lügt:

"Bei einigen Jungen wird die Vorhaut aus religiösen oder medizinischen Gründen entfernt. Das ist aber nicht weiter schlimm, weil sich der Körper sehr schnell daran gewöhnt. Die Funktionen des Penis werden dadurch nicht beeinträchtigt. Na, das ist doch gut zu wissen. Sehr beruhigend. Egal, ob mit oder ohne Vorhaut: Penis bleibt Penis. Er funktioniert, ganz egal wie er aussieht."

Ralph Caspers (aus der Sendung "Du bist kein Werwolf – Über Leben in der Pubertät")

 

 

"Beschnittene Männer können immer noch orgasmen. Beschnittene Frauen können keinen Orgasmus erleben"

Von allen Irrtümern, ist dieser wahrscheinlich der am weitesten verbreitete.

Eine Untersuchung an beschnittenen Frauen hat genau das NICHT ergeben. Die Klitoris ist nicht nötig für einen Orgasmus der Frau.

"The findings of this study indicate that sexual desire, pleasure, and orgasm are experienced by the majority of women who have been subjected to this extreme sexual mutilation… These findings also seriously question the importance of the clitoris as an organ that must be stimulated in order to produce female orgasm, as is often maintained in Western sexological literature."

und

"According to the study, the findings suggest, without doubt, that healthy 'mutilated/circumcised' women who did not suffer grave long-term complications and who have a good and fulfilling relationship may enjoy sex and have no negative impact on psychosexual life (fantasies, desire and pleasure, ability to experience orgasm). Catania's findings were also interesting in that, in comparison with her Italian control group, infibulated Somali women reported greater frequency of orgasms. These findings are very much in line with those of Lightfoot-Klein in her fieldwork with Sudanese women"

 

Oha, beschnittene Somalierinnen und Sudanesinnen orgasmen häufiger als unbeschnittene Italienerinnen.

 

"According to her 5-year research, 94% of circumcised women reported sexual satisfaction and orgasm and many said they had sex 3 or 4 times a week."

Oha, 3 bis 4 Mal Sex in der Woche und 94% Orgasmusrate ("Davon könnten sich westliche Frauen ein Stück abschneiden").

 

 

Außerdem müsste eigentlich jedem, der einmal eine Minute darüber nachdenkt, klar sein, dass die weibliche Libido selbst bei der Totalentfernung des Kitzlers nicht erlischt.

Was nun aber passiert mit der Libido einer Frau, die keinen Kitzler mehr hat?

Vor allem diese Dinge:

Weil sich die Libido nicht mehr durch einfache äußere Stimulation entladen kann…

  • …suchen Frauen, denen man die Klitoris entfernt hat, in viel stärkerem Maße nach erfüllender Penetration (= nach einem Mann)
  • …konzentriert sich das sexuelle Verlangen nicht auf ein einziges Zentrum (die Clitoris), sondern ist unlokalisierter. Man könnte sagen, dass der gesamten Frauenkörper sich plötzlich nach Berührung sehnt (sozusagen in eine große erogene Zone verwandelt) und starkes Berührungsverlangen ausstrahlt und selbst in beiläufigen Blicken immer viel Sexualität mitschwingt, die nach Entladung sucht…
  • .. die aber nur durch langen intensiven Sex zu befriedigen ist (=  mit dem eigenen Mann)
    • weil Quickies oder One-Night-Stands nicht so auf die spezifischen körperlichen Bedürfnisse eingehen können (denn es genügt ja nicht mehr das Standardverfahren "Druck aufs Klitoris-Knöpfchen")
    • und weil nicht-klitorale Orgasmen nicht so ermüdend sind wie klitorale Orgasmen und es somit länger dauert bis der weibliche Appetit gesättigt ist…

…womit wir aber auf gar keinen Fall andeuten wollen, dass wir Klitorektomien gutheißen, sondern nur erklären wollen, warum sich die Klitorektomie in manchen Kulturen sowohl bei Männern als auch Frauen immer noch großer Beliebtheit erfreut.

Beide Aspekte (die Orgasmusfähigkeit und die transformierte Sexualität) fehlen üblicherweise in der Betrachtung der weiblichen Beschneidung, sind aber insofern wichtig, da es bei beschnittenen Männern diese Transformation nicht gibt und sich die Sexualität von beschnittenen Männern immer noch auf den Penis konzentriert. Das heißt, bei Männern ist eine Beschneidung möglicherweise sogar sexualfeindlicher als bei Frauen.

 

 

"Männliche Beschneidung dient der Hygiene, Infektionsprophylaxe und Phimoseabwehr"

Das ist ein besonders dümmlicher Grund für männliche Beschneidung, weil dann weibliche Beschneidung umso mehr der Hygiene und Prophylaxe dienen würde.

Die weibliche Intimzone ist ja nicht gerade als "Platz des himmlischen Rosenduftes" bekannt, und da Frauen zyklisch blutschleimen und durch die anatomische Beschaffenheit ihres Urogenitaltraktes und die Nähe zum Anus nicht selten an Blasenentzündung leiden, wäre ein Hygienegrund sogar einer der besten Gründe für weibliche Beschneidungen.

Im Übrigen meint jeder, der "Hygiene" sagt, eigentlich nur 2 Dinge:

  1. Smegma
  2. Die höhere Infektionsgefahr, der die Sexpartner von unbeschnittenen Männern ausgesetzt sind.

 

Jetzt muss man dazu wissen, dass Smegma nicht etwa Schmodder ist, der sich wie bei einer Küchenabzugshaube ansammelt, sondern dass Smegma von der Vorhaut AKTIV PRODUZIERT wird und physiologische Zwecke hat, z.B.

  • Smegma hält die Eichel feucht und nährt sie
  • Smegma dient als Gleitmittel beim Geschlechtsverkehr
  • Smegma tötet Bakterien
  • Smegma schützt vor Krebs

 

Während die Vorhaut also tatsächlich eine Schutzfunktion hat, hat der Kitzler so eine Funktion nicht. Wenn man also einem Kind etwas so Funktionelles wie die Vorhaut wegamputiert und man das kleinzureden versucht mit "Prophylaxe" oder "Hygiene", dann könnte man Mädchen erst recht in der radikalsten aller Arten beschneiden,

  • denn der Kitzler hat keine Schutzfunktion
  • die Infibulation (= das Vernähen der Schamlippen) dient tatsächlich einer Infektionsprophylaxe
  • weibliche Intimzonen sind viel unhygienischer als männliche (und produzieren übrigens auch Smegma)
  • das Lecken von weiblichen Vulvas ist der wahrscheinliche Grund für die rapide Zunahme an Mund- und Rachenkrebs bei Männern ("Oral Sex May Cause More Throat Cancer Than Smoking in Men")

Wenn man also schon mit Hygiene argumentiert, so gelten die Argumente GANZ BESONDERS FÜR weibliche Beschneidungen.

 

 

Tatsächliche Amputation von Körperteilen vs hypothetische Prophylaxe

Grundsätzlich muss man zudem anmerken, dass die angeblich geringeren Infektionsgefahren (z.B. HIV oder HPV) nicht nur umstritten sind, sondern auch dumm, weil sich durch die Amputation eines Körperteils selbstverständlich IMMER irgendwelche Körpersekrete reduzieren oder Risiken minimieren lassen.

Durch das Amputieren der Brüste gäbe es weniger Brustkrebs. Und durch das Amputieren der Arme weniger Armbrüche. Und hätte man keine Zähne, so würde man *ohwunder* nie wieder Karies bekommen.

Dieses prophylaktische Pseudo-Argument ("vorgeschobene Nützlichkeit") ist bei der Vorhautamputation besonders dreist, weil das Vorkommen von Krankheiten, die angeblich durch die Vorhaut gefördert werden, minimal ist und im groben Unverhältnis zu der nötigen Menge an Schlitzereien steht.

 

 

Schreckgespenst Phimose

Abgesehen davon, dass auch Frauen an Phimose leiden können (also man auch hier wieder für weibliche Beschneidungen argumentieren könnte), wird das Schreckgespenst der Phimose überstrapaziert.

Zunächst einmal müssen Eltern wissen, dass eine nicht zurückziehbare Vorhaut völlig natürlich ist und bei JEDEM Jungen vorkommt. Beim kindlichen Penis ist nämlich die Vorhaut mit der Eichel verwachsen/verklebt und lässt sich bei KEINEM Baby zurückziehen. Im Gegenteil: Ein forciertes Zurückziehen der kindlichen Vorhaut (wie es manche unwissende Ärzte gelegentlich tun) kann sogar zu irreparablen Schäden führen, inklusive großer Narben oder großflächiger Verwachsungen im Erwachsenenalter.

Selbst im Alter von 10 Jahren können erst 50% aller Jungen ihre Vorhaut zurückziehen. Und im Alter von 16-17 können immerhin noch 5% ihre Vorhaut nicht zurückziehen.

Dieser völlig natürliche Zustand, der keiner Behandlung bedarf, wird von manchen als "Phimose" bezeichnet ("physiologische Phimose")  und ist somit etwas völlig anderes als die "echte Phimose" ("pathologische Phimose").

Bei der pathologischen Phimose bildet ein Teil der Vorhaut einen engen Ring, der das Zurückziehen erschwert (meistens aber nicht verunmöglicht).

Doch selbst diese pathologische Phimose ist in den meisten Fällen folgenlos, da weder Miktation noch Ejakulation behindert werden.

Selbst bei der schlimmsten Form der Phimose, bei der der zu enge Ring zu Blutstauungen führen kann, ist eine nicht-chirurgische konservative Behandlung möglich. Und wenn doch zum Skalpell gegriffen werden muss, dann ist keine Totalamputation nötig, sondern nur einige richtig gesetzte Schnitte.

Eltern müssen also wissen

  • dass es normal ist, dass Jungs ihre Vorhaut nicht zurückziehen können
  • dass es schlecht ist, an der Vorhaut von Jungs herumzudoktern solange es keine Beschwerden gibt
  • dass eine Abgrenzung zwischen physiologischer Phimose (= 100% aller Jungs) und pathologischer Phimose selbst für Ärzte schwierig ist
  • und dass selbst bei eindeutig festgestellter pathologischer Phimose eine Totalamputation fast nie nötig ist

 

 

Das Hygieneargument muss eigentlich GEGEN die Beschneidung angewendet werden

Diejenigen, die das Hygieneargument benutzen ("Beschnittene Penisse sind sauberer = gesünder") übersehen zudem, dass selbst in unseren hygienischen Krankenhäusern in 50+% aller Routinebeschneidungen Komplikationen auftreten.

Beschneidungen erzeugen

  • Infektionen (in ca. 10% der Fälle)
  • Geschwüre (ca. 30%)
  • Meatusstenosen (ca. 30%) ("Harnröhrenverengungen und -verschlüsse")
  • Komplikationen die ein Abfaulen ("Gangrän") der Eichel, des gesamten Penisschaftes, des Hodensacks oder des Perineums zur Folge haben
  • und auch PHIMOSEN, womit das Phimoseargument ganz ad absurdum geführt wird.

Beschneidungen verhindern bei 1% der Jungen Vorhautverengungen,
indem sie bei 30% der Jungen Harnröhrenverengungen verursachen.


"Wir reden hier nicht über einen läppischen Eingriff! Untersuchungen zeigen, dass es bei jedem fünften Säugling nach der Operation Probleme gibt. Sie sind zum Teil so schwerwiegend, dass noch einmal operiert werden muss. Es gibt Nachblutungen, Narben, häufig später eine Verengung der Harnröhrenöffnung, und sogar teilweise Amputationen des Gliedes habe ich gesehen. Abgesehen davon dürfen wir mögliche Auswirkungen auf die Sexualität nicht außer Acht lassen, über die immer wieder von Betroffenen berichtet wird."

Maximilian Stehr, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Kinderurologie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie

 

Wohlgemerkt, das alles bei Beschneidungen durchgeführt in "sterilen" Krankenhäusern. In den sterilen USA sterben jährlich 100+ Beschnittene und 1000+ muss man die Eichel amputieren, weil es zum Abfaulen gekommen ist.

Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass in unhygienischeren Breitengraden die Todesfälle und andere Komplikationen viel höher sind als in unseren. Anders gesagt: Selbst in den unhygienischsten Gegenden zählt das Hygiene-"Argument" nicht, weil man gerade in unhygienischen Gegenden keinerlei unnötige Chirurgie praktizieren sollte.

 

 

Beschneidung vs Bart

Eine weitere Sache bezüglich Hygiene wollen wir noch kurz anmerken:

Bärte müssen beim Militär aus einem wichtigen Grund abrasiert werden: Hygiene.

Es ist geradezu bizarr, dass ausgerechnet die religiösen Beschneidungsbefürworter, die so sehr auf die hygienische Vorteile pochen ("Sauberkeit, Sauberkeit, Sauberkeit"), kein Problem mit religiösen (= jüdischen und muslimischen) Langbärten haben.

 

 

Der wahre Grund für männliche Beschneidungen

Der Hauptgrund für die männliche Beschneidung nicht die Hygiene, sondern das sexuelle Abstumpfen des Penis.

Manche Babyschlitzer sensen so viel Vorhaut weg, dass im erigierten Zustand die Penishaut so gestrafft ist, dass Onanie nicht mehr möglich ist, außer mit Hilfe von Flüssiglotionen (wie das einige von beschnittenen Amerikanern her kennen), oder dass sogar Geschlechtsverkehr mit Schmerzen verbunden ist.

_DAS_ ist der Hauptgrund für männliche Beschneidungen: Das religiöse Ziel, männliche Sexualität abzutöten. Alle Argumente für die Beschneidung sind im Grunde vorgeschoben. Das wahre Ziel ist die gewollte Verdorrung männlicher Sexualfreude.

Lesen wir einmal, was einer der angesehendsten und bedeutendsten jüdischen Gelehrten aller Zeiten zu dem Thema zu sagen hat:

"Similarly with regard to circumcision, one of the reasons for it is, in my opinion, the wish to bring about a decrease in sexual intercourse and a weakening of the organ in question, so that this activity be diminished and the organ be in as quiet a state as possible.

It has been thought that circumcision perfects what is defective congenitally. This gave the possibility to everyone to raise an objection and to say: How can natural things be defective so that they need to be perfected from outside, all the more because we know how useful the foreskin is for that member?

In fact this commandment has not been prescribed with a view to perfecting what is defective congenitally, but to perfecting what is defective morally.

The bodily pain caused to that member is the real purpose of circumcision. None of the activities necessary for the preservation of the individual is harmed thereby, nor is procreation rendered impossible, but violent concupiscence and lust that goes beyond what is needed are diminished.

The fact that circumcision weakens the faculty of sexual excitement and sometimes perhaps diminishes the pleasure is indubitable.

For if at birth this member has been made to bleed and has had its covering taken away from it, it must indubitably be weakened. The Sages, may their memory be blessed, have explicitly stated: It is hard for a woman with whom an uncircumcised man has had sexual intercourse to separate from him.  In my opinion this is the strongest of the reasons for circumcision."


Rabbi Mosche ben Maimon ("Rambam")

 

 

"Die männliche Beschneidung ist ein wichtiger religiöser Initiationsritus, während die weibliche Beschneidung bloß eine überkommene nicht-religiöse Tradition ist"

Den beschnittenen Jungs ist es egal, ob die Beschneidung motiviert ist

  • durch eine rituelle Tradition
  • oder durch einen traditionellen Ritus.

Desweiteren ist es den beschnittenen Jungs egal, ob die Beschneidung durchgeführt wird

  • von einem schwarz gekleideten Geisteskranken, der mit einem Messer Hautstücke von Kinderpenissen abschneidet, damit er sich an ihnen erfreuen kann
  • von einem schwarz gekleideten Geistlichen, der mit einem Messer Hautstücke von Kinderpenissen abschneidet, damit Gott sich an ihnen erfreuen kann

Abgesehen davon ist es eine unverschämte Lüge, dass weibliche Beschneidung nichts mit Religion zu tun hat. Weibliche Beschneidung hat 99% mit Religion zu tun, wir wollen das aber nicht näher vertiefen, da das ein Gebiet ist, das den thematischen Rahmen dieses Blogs sprengen würde.

Es gibt zwei Hauptgründe, warum behauptet wird, dass männliche Beschneidungen religionsbasiert, weibliche aber nur traditionsbasiert sind:

  • Man will keine Diskussion über den Islam aufkeimen lassen.
  • Man will verhindern, dass weibliche Beschneidungen unter die Religionsfreiheit fallen. Dementsprechend heißt es auch "jüdische/islamische Beschneidungen an Jungen" aber nur "weibliche Beschneidungen" ohne Nennung einer Religion ("Bei der Jungenbeschneidung muss man vor den religiösen und ethnischen Motiven großen Respekt haben. Bei der Mädchenbeschneidung sind sie nur Scheinlegitimationen sadistischer Barbarei").

 

Eine Variation dieses Religionen-dürfen-mehr-als-Traditionen-Arguments ist "Wenn man Beschneidungen verbietet, sind die unbeschnittenen Kinder nicht Teil der Gruppe und werden gehänselt/ausgeschlossen". Auch dies gilt für weibliche Beschneidungen ganz genau so. Schlimmer: Unbeschnittene Mädchen laufen in manchen Gebieten Gefahr, nicht nur als Kind gehänselt, sondern als Frau unverheiratbar zu sein.

Eine weitere Variation ist: "Wenn Kinder die Vorhautschlitzer verklagen dürfen, dass ihnen die Vorhaut amputiert wurde, dann werden sie vielleicht auch ihre Eltern verklagen können, dass ihnen die Vorhaut nicht amputiert wurde, und sie somit niemals Teil der Gläubigengemeinschaft wurden". Abgesehen davon, dass es für so eine Klage wohl kaum eine rechtliche Grundlage geben wird, ist dieses Argument genauso konstruiert wie "Ich verklage meine Eltern, weil sie mich zu wenig geschlagen haben und ich jetzt die falschen Freunde habe".

Im Übrigen kann ein Betroffener als Erwachsener jederzeit das Manko seiner existierenden Vorhaut beheben.

 

 

"Ein Beschneidungsverbot ist anti-semitisch" -ODER- "Der schlimmste Angriff auf das Judentum seit dem Holocaust"

  1. Keiner will Beschneidungen verbieten. Es geht um Zwangsbeschneidungen bei Kindern und Babys. Das ist etwas völlig anderes.
  2. Viele Juden sind unbeschnitten. Ebenso gibt es Mohels (Beschneider), die eine symbolische Beschneidung anbieten. Man muss nicht beschnitten sein, um Jude zu sein, genausowenig wie man ein Schaf geschlachtet haben muss. Immer mehr Juden entscheiden sich gegen Beschneidung. Sind diese Juden anti-semitisch?
  3. Ein Babybeschneidungsverbot mit dem Holocaust zu vergleichen ist eine Relativierung des Hitlerregimes. Solche Relativierungen sind in manchen Ländern verboten. Juden sollten also aufpassen, sich nicht strafbar zu machen, weil sie Massenmorde von Nationalsozialisten verharmlosen.
  4. Will man alles erlauben, was in irgendwelchen heiligen Schriften steht? Warum dann nicht gleich Steinigungen für das Arbeiten am Samstag erlauben? Oder Todesstrafe für das Abrasieren des Bartes? Und wie wär's mit Witwenverbrennungen und Tellerlippen? Und warum nicht gleich eine eigene Religion gründen, die, sagenwrimal, Begräbnisse verbietet und stattdessen nur langmonatige Verwesungen am Sterbeort vorschreibt? Damit die Nachbarn mittrauern können.

 

 

"Ein Beschneidungsvebot ist antisemitisch, islamophob und religionsfeindlich"

Dass es einige Anti-Semiten unter den Jungen-Beschneidungsgegnern gibt, ist genauso möglich, wie dass es einige Islamkritiker unter den Mädchen-Beschneidungsgegnern gibt.

Nichtsdestotrotz kann man sich leicht vorstellen, dass Menschen GRUNDSÄTZLICH gegen soetwas sind wie z.B. gegen das religiös motivierte Ausdrücken von Zigaretten auf dem Rücken eines Neugeborenen oder das traditionell begründete Ausreißen von Fingernägeln.

Eine Ablehnung solcher Praktiken (die sehr vergleichbar sind mit dem Abreißen der Vorhaut von der Eichel und dem darauffolgenden Wegschlitzen) beruht wohl nur zum geringsten Teil auf einer Aversion gegen Religionen.

Es sind eher nicht religionsbezogene, sondern humane und freiheitliche Beweggründe, warum Menschen gegen Beschneidungen sind. Beweggründe wie z.B.

  • das Hochhalten des Rechts auf physische Integrität und unverstümmelte Geschlechtsorgane
  • der Respekt vor dem Körper als "gut, so wie er ist"
  • das Verhindern medizinisch unnötigen Kinderleids
  • die Bejahung menschlicher Sexualität
  • das Zugestehen von Menschenwürde, Selbstbestimmungsrecht und Wahlfreiheit auch bei Noch-Nicht-Mündigen
  • die Ächtung von nicht-therapeutischen irreversiblen Körpermodifikationen an Zustimmungsunfähigen
  • usw.

Alles Einstellungen, die nicht religionsbezogen sind und nicht von "fundamentalistischen Anti-Religiösen" stammen müssen.

Diejenigen, die GEGEN Kindsbeschneidungen sind argumentieren nicht religionsbezogen, sondern wollen Kindsbeschneidungen für alle verbieten, egal ob Juden, Moslems oder Heiden.

Eher ist es es genau umgekehrt: Diejenigen, die FÜR Beschneidungen sind, argumentieren religionsbezogen oder gar fundamentalistisch.

Wir dürfen auch darauf aufmerksam machen, dass es auch religiös motivierte Gegner von Beschneidungen gibt: "Sexualität ist ein Gottesgeschenk, und wir ehren den menschlichen Körper als perfekt von Gott erschaffen" ("Beschneidung ist Gotteslästerung").

Man könnte sogar zugespitzt fragen:
"Da jüdische und muslimische Jungen beschnitten werden…
Ist nicht gerade Beschneidung anti-semitisch und muslim-hassend?"

 

 

"Durch ein Beschneidungsverbot degradieren wir jüdische und muslimische Kinder zu Kindern zweiter Klasse und sagen ihnen: Ihr seid hier als Juden und Moslems nicht willkommen"

Kann man aber genau umgekehrt sehen: "Ihr seid hier mit eurem ganzen Körper willkommen. Ihr seid selbst als Kinder schutzwürdig und genießt die Obhut durch das Grundgesetz. Auch ihr werdet sexuell unversehrt bleiben, so wie alle anderen Kinder auch."

Ein Erfahrungsbericht:

"Ich wurde als Kind zwangsbeschnitten und dabei von 4 Männern festgehalten. Das ist barbarisch und hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun. Es geht um Menschenrechte, nicht mehr oder weniger. (Ich bin dadurch auch Ex-Muslim). Dadurch wurde die Unversehrtheit meines Körpers missachtet und ich für mein Leben gezeichnet."

Ein Beschneidungsverbot ist also mitnichten kinderfeindlich.

 

 

"Wenn man Beschneidungen verbietet, müsste man auch Taufen verbieten!"

Stimmt, denn getaufte Babies bleiben das ganze Leben irreversibel nass.

Eine Variation ist "Jeder nach seiner Facon! Manche Eltern lassen taufen, manche beschneiden, so what?" ("Beschneidung ist ein Facon-Schnitt").

Eine weitere Variation ist "Wenn die Beschneidung Körperverletzung ist, dann ist Taufe Waterboarding".

Eine weitere Variation ist "Solange es bei den Katholiken die Beichte gibt, gibt es bei den Juden die Beschneidung."

Eine weitere Variation "Wenn Eltern bestimmen, dass ihr Sohn beschnitten werden sollen, so ist das genauso eine Entscheidung über den Kopf des Kindes hinweg, wie die Entscheidung, dass der Junge keiner Religion angehören soll".

Eine weitere Variation ist "Woher willst du wissen, dass es der religiöse Wille des Kindes ist, unbeschnitten zu bleiben?"

Allen Aussagen gemeinsam ist

  1. dass sie genauso für weibliche Beschneidungen gelten
  2. dass sie die Amputation eines Körperteils verharmlosen oder sogar ins Lächerliche ziehen
  3. dass sie keinerlei Grenzen aufzeigen, sodass man theoretisch behaupten könnte "Woher weißt du, dass das Baby nicht für Baal geschlachtet werden will?"

 

 

Religionsfreiheit -vs- Elternrecht -vs- Recht auf Unversehrtheit und andere Schlagworte

Bei der Diskussion um Jungenbeschneidungen konzentrieren sich fast alle Diskussionen auf die Abwägung dieser 3 Rechte.

Wir möchten hier nur ganz kurz auch noch andere Schlagworte einwerfen, die fast nie eine Rolle spielen:

  • Das Recht auf einen normalen Orgasmus (bislang nämlich wird nur die uneingeschränkte Fortpflanzungsfähigkeit betont ("Wieso? Moslems können doch immer noch Kinder kriegen!")
  • Betreuung geistig Behinderter. Denn nicht nur Eltern haben Entscheidungsgewalt über ihre Kinder, sondern auch Betreuer (Vormunde) über den Unmündigen/Entmündigten/Mündel.
  • Das gleiche gilt bei Adoptionen, denn auch fremde adoptierte Kinder können beschnitten werden, sobald es die Adoptiveltern wünschen ("Gestern adoptiert, heute amputiert").
  • Die Tatsache, dass Beschneidung ein Geschäft ist, weil Geld an den Beschneider fließt und weil Vorhäute auch in der Industrie/Pharmakologie benutzt werden. Viele Befürworter, die man im Fernsehen sieht (z.B. Ärzte) sind Profiteure des Beschneidungswesens und verdienen GELD mit der Beschneidung ("Sensenmann und Söhne").

 

Weitere Schlagworte:

  • Wie weit darf das persönliche Bekenntnis der Eltern zu einer nicht-therapeutischen irreversiblen Zwangskörpermodifikation eines Dritten führen?
  • Darf Religion alles? Wo ist die Grenze?
  • Dürfen Eltern alles ("Skalpell als Erziehungsmaßnahme")? Wo ist die Grenze?
  • Darf die Regierung alles ("Die Regierung erlaubt es, dass Babys verletzt werden, damit religiöse Gefühle nicht verletzt werden")?
  • Ist positive Religionsfreiheit ("Freiheit von Religion") stärker als negative Religionsfreiheit ("Freiheit vor Religion")? Verstößt das Verbot der Beschneidung gegen Religionsfreiheit (= die positive Religionsfreiheit der Eltern) oder verstößt die Beschneidung gegen Religionsfreiheit (= die negative Religionsfreiheit der Kinder)?
  • Während das Recht zu beschneiden nur marginal eingeschränkt wird (es wird ja nur um ein paar Jahre aufgeschoben, nicht aufgehoben), wird das Recht auf körperliche Unversehrtheit vollständig aufgehoben. Was wiegt schwerer?
  • Irgendwo muss doch auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit des Kindes und auf gewaltfreie Erziehung anfangen. Wo ist die Grenze?
  • Sollte es erlaubt sein, gesundes Körpergewebe von Dritten zu entfernen, um Vierte zu schützen, irgendwann in 30 Jahren?
  • Führen Ärzte die Zirkumzision an Säuglingen durch, weil es eine medizinisch-prophylaktische Maßnahme ist, oder erscheint uns die Zirkumzision als medizinisch-prophylaktische Maßnahme, weil sie von Ärzten durchgeführt wird? (Prof. Szasz)
  • Es gibt einen grundsätzlichen Fehler in Gesetzen, nämlich den, dass "Religion" ausdrücklich genannt wird, das Gegenstück jedoch (Nicht-Religiosität, Atheismus, Agnostik) nicht. Insofern muss man aus Gesetzestexten das Recht auf Areligiosität erst einmal herleiten, um danach eine Gleichwertigkeit zur Religiosität zu konstruieren. Während Religiöse also immer so etwas behaupten können wie "Das Verbot, sonntags zu läuten, ist ein Angriff auf unsere Religion", können Atheisten die analoge Behauptung "Das Sonntagsläuten ist ein Angriff auf unsere Nicht-Religion" nur schwerlich als Rechtsgut etablieren. Der Nicht-Religiöse befindet sich also grundsätzlich in der Defensive, weil die Nicht-Religiosität fast nie explizit in Gesetzestexten als Recht aufgelistet wird, sondern bloß als eine Art Passivrecht toleriert wird. So auch bei der Beschneidung: Es wird vor allem von den Beschneidungsgegnern erwartet, Argumente zu finden. Die Religiösen argumentieren aus der Offensive heraus.

 

 

"Jungs werden beschnitten, Mädchen kriegen Ohrringlöcher gestanzt"

Genau, und wenn man lange genug an Ohrläppchen reibt, dann gibt das Ohrenschmalz richtig Gas und kommt nur so herausgeschossen, was man landläufig auch als "Ohr-Gas-Mus" bezeichnet.

Wenn man schon weibliche Ohrläppchen unverschämterweise mit männlicher Vorhaut vergleicht, dann müsste man die Beschneidung mit der großflächigen Amputation von Ohrläppchen vergleichen (denn bei der Vorhautamputation wird manchmal eine Hautfläche von der ungefähren Größe einer Kreditkarte weggeschlitzt) bzw. das Ringloch mit einem Vorhautpiercing. In diesem Zusammenhang ist auch erwähnenswert, dass Piercings in einigen Ländern erst ab 18 Jahren erlaubt werden.

 

 

"Wenn wir männliche Beschneidungen verbieten, dann lassen es Eltern im unsterilen Ausland erledigen"

Auch dieses Argument ("Beschneidungstourismus") gilt genauso bei einem Verbot weiblicher Beschneidungen.

Im Übrigen ist so eine Aussage durch nichts bewiesen. Man könnte nämlich das Umgekehrte behaupten:

  • Ein Verbot setzt ein Signal ans Ausland, von der Beschneidungspraxis abzurücken.
  • Ein Verbot gibt Inländern die Möglichkeit, vor der eigenen Familie nachvollziehbar zu begründen, warum man seinen Sohn nicht beschneiden lassen will.

 

 

"Ich wurde als Kind beschnitten und empfinde mich nicht als benachteiligt" -ODER- "Ich kann auch sehr gut ohne dieses erogene Gewebe leben"

Schön für dich. Aber andererseits hast du auch keine Vergleichsmöglichkeiten. Du hast also keine Ahnung, was dir beim Sex entgeht.

Und wenn du die Beschneidung als Erwachsener hast machen lassen, dann lass es andere auch als Erwachsene machen und befürworte nicht Kindsbeschneidungen.

Das Gegenargument "Unbeschnittene Männer haben keine Ahnung, was ihnen beim Sex entgeht" ist in etwa so wertvoll wie "Nur Blinde wissen, wie schön Musik ist".

Hier einige Zeugenaussagen von Männern, die sich im Erwachsenenalter haben beschneiden lassen:

"Vor 8 Wochen wurde ich beschnitten… Um mich an die Entblößung meiner vormals bedeckten Eichel zu gewöhnen gebrauchte ich Nupercanial-Salbe eine Woche lang… dann lies ich meine Eichel trocknen und sich schälen (ziemlich ähnlich, wie sich die Haut nach einem Sonnenbrand abschält)… Während meine Hand gegen meine Eichel zu streichen mich vor der Beschneidung die Wände hoch gehen lies, konnte ich sie jetzt problemlos reiben… Sie sehnte sich geradezu nach dem Schutz einer warmen Hülle, was nie wieder möglich sein würde. Letztendlich habe ich ungefähr 90% weniger Empfindlichkeit als zuvor. So verblüffend wie es sich für die meisten beschnittenen Kerle auch anhören mag, es ist die vollkommene Wahrheit … und es sollte ihnen eine Vorstellung geben von der Intensität der Empfindungen, die sie niemals kannten. Ich verspürte früher großes Vergnügen darin mich selbst anzufassen, oder zu masturbieren, selbst während dem Sex… Dieses Vergnügen gibt es nicht mehr…"

#

"Es dauerte zwei Wochen lang und dann eines Tages wachte ich auf und mein Penis fühlte nichts. Alle Nervenenden waren über Nacht abgestorben."

#

"Stimuli, die mich früher in Ekstase versetzten, hatten jetzt eine relativ geringe Wirkung."

#

"Der größte Nachteil der Beschneidung meiner Ansicht nach, ist der schreckliche Verlust an Sensitivität und Funktion, wenn die Vorhaut entfernt wird… Ich wurde meiner Vorhaut beraubt, als ich 26 war. Ich hatte umfassende Erfahrungen in sexueller Hinsicht und ich war ziemlich glücklich… Nach meiner Beschneidung, war das Vergnügen vollkommen weg. Auf einer Skala von 10 beträgt das Vergnügen mit einem unbeschnittenen Penis mindestens 11 oder 12; mit dem beschnittenen Penis hat man Glück, wenn man eine 3 erreicht."

#

"Die Sensitivität meiner Eichel hat sich um mindestens 50% verringert. Sie ist ungeschützt, und reibt fortwährend gegen den Stoff, ganz gleich, was ich auch anhabe. In gewissem Sinne stumpfte sie ab. Der Geschlechtsverkehr ist jetzt (wie wie früher über die älteren, dickeren Kondome sagten) wie Händewaschen mit Handschuhen… Es ist so, als ob ich jetzt einen relativ gefühllosen Stock habe, wo sich einst ein Sexualorgan befand."

#

"Vor der Beschneidung waren meine Erektionen immer extrem stark.. Jetzt sind die Erektionen schwächer und der Penis wird nicht mehr so unglaublich steif."

#

"Die Qualität des Empfinden verschlechtert sich. War die Eichel früher sehr sensibel, ist sie das heute nicht mehr, da sie wegen fehlender Vorhaut eine Hornhaut ausbildet. Einige nette Sexualpraktiken funktioneren daher bei mir gar nicht mehr… Eine Einschränkung meiner Lebensqualität."

#

"Nun glaube ich, [meine Frau] könnte mir die Eichel abkauen und ich würde es nicht spüren."

#

"der schlimmste fehler den ich jemals in meinem Leben machte."

#

"Ich bin als Junge – mit etwa 9 Jahren (ganz genau weiß ich das nicht mehr)- aufgrund einer Phimose (Vorhautverengung) beschnitten worden.
Und dies macht mir seither nur Probleme. Insbesondere beim Sex… Schon bei meinen ersten sexuellen Erfahrungen (wo andere nach wenigen Sekunden 'fertig' sind), hatte ich Probleme, zum Orgasmus zu kommen. Die Reibung in der Vagina reicht einfach nicht aus! Die Hand ist da sehr viel stärker, und daher effektiver. Der Druck ist ggf. viel größer, und ich kann ihn je nach Erregungsgrad individuell anpassen. Eine Vagina kann das nicht, weshalb ich da meist sogar STUNDENlang rumstochern kann, ohne zum gewünschten Ergebnis zu kommen."

#

"Ich fühle mich auf jegliche Weise geschädigt… Wenn ein erwachsener Mann zur Beschneidung verführt wird, ist das bedauerlich, aber einem nicht einwilligungsfähigen Säugling einen irreparablen Schaden zuzufügen, sodass er die körperlichen und psychologischen Narben sein gesamtes Leben mit sich herumtragen wird, ist tragisch und ein Verbrechen."

 

Weitere "Erfolgsberichte" bei beschneidung-von-jungen.de

 

 

"Ich bin als Junge beschnitten worden! Und es ist keine Verstümmelung!"

Seltsam, dass beschnittene Frauen das gleiche sagen:

"Die meisten Frauen, die ich interviewt habe befürworten diese Praxis glühend [fervently] und meine Feldobservationen bestätigen, dass die meisten Mädchen nicht nur diese Initiation freudig erwarten [look forward to], sondern desweiteren ihre bestehende Unterstützung für diese Praxis demonstrieren, indem sie aktiv teilnehmen an späteren Zeremonien an jüngeren Freunden oder Verwandten."

Female Circumcision in Africa: Culture, Controversy, and Change
Bettina Shell-Duncan

und

"Many women who have undergone FGC do not consider themselves to be mutilated and have become offended by the term 'FGM'. Recently, other terms such as 'female genital cutting' have increasingly been used."

Word Health Organization

und

An important caveat, however, is that many members of societies that practice tiaditional female genital surgeries do not view the result as mutilation.

Among these groups, in fact, the resulting appearance is considered an improvement over female genitalia in their natural state. Indeed, to call a woman uncircumsized or to call a man the son of an uncircumsized mother is a terrible insult and noncircumcised adult female genitalia are often considered disgusting.

In interviews we conducted in rural and urban Egypt and in studies conducted by faculty of the High Institute of Nursing, Zagazig University, Egypt, the overwhelming majority of circumcised women planned to have the procedure performed on their daughters. In discussions with some fifty women we found only two who resent and are angry at having been circumsized. Even these women, however, do not think that female circumcision is one of the most critical problems facing Egyptian women and girls.

In the rural Egyptian hamlet where we have conducted fieldwork some women were not familiar with groups that did not circumrise their girls. When they learned that the female researcher was not circumcised their response was disgust mixed with joking laughter. They wondered how she could have thus gotten married and questioned how her mother could have neglected such an important part of her preparation for womanhood.

It was clearly unthinkable to them for a woman not to be circumcised. Although all of the urban women and men with whom we spoke were aware that in other countries women were not circumsized, many lower class urban women expressed puzzlement that Westeners consider female circumcision so traumatic. One asked, 'Why do you think that is such a problem? That happened a long time ago and hurt for a short while. My husband's beatings are a much greater problem.'


Hastings Center Report, May-June 1996

und

"Beschneidung ist für mich keine Schande. Ich hatte auch bei der Geburt meiner Kinder keine Probleme. Keine beschnittene Frau aus Guinea fühlt sich verstümmelt, im Gegenteil, wir fühlen uns sauber. Wir sind stolz. Ich erinnere mich daran, dass ich als kleines Mädchen unbedingt beschnitten werden wollte."

Viele Frauen ärgern sich zudem, dass sie in bester Absicht zu Opfern abgestempelt werden. Der Begriff 'Genitalverstümmelung' wird von vielen Betroffenen als abwertend und verletzend empfunden. Migrantin Muthoni Sana aus Tansania bringt die Sache auf den Punkt: 'Fragst du mich, ob ich beschnitten bin, sage ich Ja. Fragst du mich, ob ich verstümmelt bin, antworte ich Nein.


Schnitte in Körper und Seele — Eine Umfrage zur Situation beschnittener Mädchen und Frauen in Deutschland

 

 

 

"Eine Klitorisentfernung ist vergleichbar mit der Amputation des gesamten Penis"

Ach, und womit sind dann die Vagina und der Uterus vergleichbar? Und womit das Frenulum (Vorhautbändchen)?

Manche behaupten sogar, dass die weibliche Vorhaut den geradezu umgekehrten Effekt wie die männliche Vorhaut habe, weil sie den Kitzler abdeckt und Lustreize dämpfe, sodass weibliche Genitalverstümmelung Typ 1 ("FGM I") sogar zur weiblichen Luststeigerung führe…

"I am a muslim lady who has been circumcised. It was NOT mutilation and it was done in the most safest way. Its only a very tiny cut at the tip of the clitoris – the prepuce. I can vouch for the ease of orgasm and the heightened senses during sex with my husband… In the event that.. any of the females in your family are found to be having problems achieving orgasm during sex… you should… research into this hoodectomy practice that Islam has taught us thousands of years ago"

…womit wir klar machen wollen, dass männliche und weibliche Verteilung der erogenen Zonen sehr unterschiedlich ist, selbst innerhalb analoger anatomischer Strukturen. (Brustwarzen sind ein weiteres Beispiel solcher Unterschiede).

Nein, die Klitoris entspricht nicht dem ganzen Penis, sondern ist bloß der äußere Teil eines erogenen Apparates, der sich zum größten Teil innerhalb des weiblichen Körpers befindet und sich über ausgedehnte Bereiche erstreckt (z.B. um die weibliche Harnröhre herum) und von der Beschneidung überhaupt nicht erfasst wird.

Wenn überhaupt entspräche die Klitoris der Penisspitze, womit wir bei einem Vergleich wären, der eher zutrifft: Klitoris und Vorhaut.

Wenn man den gesamten erogenen Apparat der Frau betrachtet (Gräfenberg-Zone, erogene Uterus-Zonen, die crura clitoris etc) so könnte das Wegschlitzen der männlichen Vorhaut (20000 Nervenendungen) prozentual durchaus so gravierend sein (oder gravierender) wie das Entfernen des gesamten Kitzlers (8000 Nervenendungen).

Hier sieht man übrigens auch die feministischen Tricks in der Beschneidungsdebatte. Wenn es dem Argument dient, dass Frauenleid viel schlimmer ist als Männerleid, dann soll auf einmal beides zutreffen:

  • Man darf die männliche Beschneidung nicht mit der weiblichen vergleichen (= der Nicht-Vergleich dient dem Verbot der weiblichen Beschneidung, indem er einen weiblichen Sonderstatus etabliert)
  • Man darf vergleichen, und tut dies mit Horrorbehauptungen ("Das ist so als schnitte man Männern den Penis mitsamt Hoden ab") (= der Vergleich dient dem Verbot der weiblichen Beschneidung und zieht die männliche Vorhaut ins Lächerliche)

Wie dem auch sei: Niemand hat bislang eine Großhirntransplantation bewerkstelligt (oder einen Seelentausch, für die Esoteriker unter uns), daher sind solche Was-entspricht-wem-Vergleiche sowieso völlig akademisch und spekulativ.

 

 

"Beschnittene Männer stimmen ihrer Beschneidung nachträglich zu, indem sie ihre Söhne auch beschneiden lassen"

  1. Das gilt für die weibliche Beschneidung ebenso: Fast alle weiblichen Beschneidungen werden von beschnittenen Frauen durchgeführt an Mädchen, die von ihren beschnittenen Müttern zur Beschneiderin gebracht worden sind. Ein Auszug aus dem Text, den wir bereits oben zitiert haben:
    "Eine überwältigende Mehrheit der beschnittenen Frauen planten die Prozedur ebenfall an ihren Töchtern vornehmen zu lassen. In Diskussionen mit ungefähr 50 Frauen fanden wir nur 2, die sich ärgerten, beschnitten worden zu sein. Selbst diese Frauen glaubten nicht, dass weibliche Beschneidung eines der drängensten Probleme für Frauen und Mädchen in Ägypten sei"
  2. Auch hier wieder gilt: Beschnittene Männer wissen nicht, was ihnen beim Sex entgeht, von daher wissen sie nicht, was sie ihren Söhnen antun. Hier ein Zitat eines im Erwachsenenalter beschnittenen Mannes:
    "Wenn amerikanische Männer, die bei der Geburt beschnitten wurden, von ihrem Verlust an Vergnügen wüssten, würden sie die Krankenhäuser stürmen und nicht zulassen, dass ihre Sohne diesen unnötigen Verlust erleiden müssen. Aber wie könnten sie das wissen? Man muss als Erwachsener beschnitten worden sein, wie ich es wurde, um zu begreifen, was für ein schrecklicher Verlust an Vergnügen durch diese grausame Operation verursacht wird.
  3. Es gibt sowieso nur sehr wenige Muslime, die gegen muslimische Praktiken protestieren. Muslimas, die gegen Burkas demonstrieren, gibt es ebenso wenige, wie muslimische Männer, die gegen Polygynie demonstrieren. Es spielen also psychologische Mechanismen eine Rolle, die nicht unbedingt etwas mit "Einverständnis" und "Zustimmung" zu tun haben müssen.
  4. Wenn man sich die Beschneidungspraxis in den USA ansieht, dann ist sie extrem rückläufig. Wenn man also aus der Sohn-Beschneidung "Einverständnis" herausliest, dann muss man aus der starken Rückläufigkeit "starke Ablehnung" herauslesen.

 

 

"Eine fehlende Vorhaut führt zu keiner Beeinträchtigung bei der Fortpflanzung"

Das Erwähnen der Nichtbeeinträchtigung der Fortpflanzung ist ein sprachlicher Trick, weil man für die Fortpflanzung noch nicht einmal einen Penis bräuchte. Ein einziger Hoden würde schon genügen. Auch nach einer Klitorisentfernung wird weder die Schwangerschaft, noch Geburt beeinträchtigt. (Im Gegenteil, die Amputation der kleinen Schamlippen soll sogar die Gefahr des typischen Dammrisses bei der Geburt verringern.)

Und wenn Neo-Nationalsozialisten eine Nazireligion gründen und ihren Kindern Hakenkreuze auf den Hintern tätowieren würden, dann würde das auch zu keiner Beeinträchtigung bei der Defäkation führen. Und ein Scarring oder Branding einer "88" auf der Stirn beeinträchtigt das Denken ja auch nicht, genausowenig wie das Kappen der Nasenspitze zu einer Beeinträchtigung beim Riechen führen würde.

Selbst künstlich deformierte Schädel ("Hunnenschädel von Mannersdorf") führen wahrscheinlich zu keinerlei Beeinträchtigung.

 

 

"Dann dürften Eltern ihre Kinder auch nicht spielen lassen"

Das Argument geht so: "Vieles, was Eltern tun ist gefährlich für ihre Kinder. Chips essen lassen, zum Beispiel. Oder zu viel Fernsehen. Auch auf dem Spielplatz kann man sich Verletzungen holen, die um ein Vielfaches schlimmer sind als Beschneidungen. Sollten Eltern ihre Kinder nicht mehr auf den Spielplatz lassen?"

Das erste Problem mit dem Argument ist, dass beschnittene Kinder ja nicht auf Chips, Fernsehen oder Spiele verzichten. Es ist kein Entweder-Oder "Die einen werden durch die Beschneidung verletzt, die anderen durchs Spielen", sondern Kinder werden beschnitten UND ZUSÄTZLICH sind sie all den Gefahren der Kindheit ausgesetzt (sogar größeren Gefahren, weil ja die Eichel freiliegt).

Das zweite Problem ist, dass das Gegenteil von Spielen das Einsperren ist.

Das heißt, obwohl Spielen potentiell gefährlich ist, ist Einsperren sogar noch gefährlicher aufgrund des Bewegungsmangels und der psychischen Unterforderung. Das Gegenteil von Beschneiden ist aber das ungefährliche Nicht-Beschneiden.

Im Übrigen ist dieser Vergleich ("Spielen vs Beschneidung") regelrecht unappetitlich, weil hier tragische Unfälle mit Verletzungen verglichen werden, die mit vollster Absicht zugefügt werden und weil die Alternative ("Einsperren vs Nicht-Beschneiden") ein ebenso bizarrer Vergleich ist.

 

 

"Ein beschnittener Penis sieht besser aus"

Jo, und infibulierte Vulvas erst. Und brustvergrößerte Mädchen genießen nur Vorteile in der Schulklasse.

Im Übrigen stimmt es nicht, dass beschnittene Penisse besser aussehen. Es gibt sehr viele Frauen, die unbeschnittene Penisse als schöner empfinden. Schon allein, weil man manche Sexualspiele nur mit intakter Vorhaut machen kann.

Nicht unterschätzen darf man auch, dass eine Vorhaut innerhalb der Vagina mehr "Füll- und Bewegungs-Material" bedeutet (= der Penisschaft wird dicker und länger) und somit auch für die Frau luststeigernde Vorteile hat.

Eine Variante ist "Wir lassen ihn beschneiden, damit er untenrum genau so aussieht wie der Papa", womit man natürlich ebenfalls weibliche Beschneidungen und alle sonstigen Körpermodifikationen begründen könnte, inklusive Ganzkörpertattoos und Prince Alberts Piercings bei Säuglingen.

 

 

"Eltern lassen ja auch Segelohren korrigieren"

Man glaubt es kaum, aber _DAS_ ist unserer Ansicht nach das beste Argument, das Beschneidungsbefürworter haben: Segelohren.

Denn tatsächlich,

  • Segelohren sind an sich keine Krankheit
  • eine chirurgische Korrektur kann weh tun
  • ist mit Risiken verbunden (wie jede Operation)
  • bietet keine Hör-Vorteile
  • sondern ist eine rein ästhetische Maßnahme.

Etwas ähnliches gilt für andere ästhetische Eingriffe wie Fluorose-Zahnflecken, Atavismen (dritte Brustwarzen, rudimentäre Schwänze), sechste Finger und Leberflecke im Gesicht.

Warum sollten Eltern das Recht haben, Segelohren operativ zu modifizieren, aber Penisvorhäute nicht?

Warum sollten Eltern das Recht haben, ihre Kinder mit Zahnspangen zu quälen, bloß damit ein abstehender Zahn begradigt wird?

Ganz einfach: Weil all diese Deformationen und Dysplasien zur nachgewiesenen Belastung führen, sowohl in der Kindheit, als auch im Erwachsenenalter. Kinder mit Segelohren werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gehänselt. Sie werden schief angeschaut. Es werden hinter ihren Rücken Witze gemacht. Sie werden verspottet und mit Schimpfnamen bedacht.

Penisvorhäute hingegen sind NORMAL. Man korrigiert also nicht etwas, was anatomisch von der Norm abweicht, sondern man schneidet gutes Gewebe ab, was anatomisch da ist, wo es hingehört.

Zudem sind Penisse üblicherweise gut verdeckt, so dass Hänseleien schon aus diesem Grund viel unwahrscheinlicher sind als schwarze Nasenwarzen und sechste Finger.

 

 

"Wir schlitzen für Gott. Schon seit Ewigkeiten!"

Das ist die ehrlichste Antwort von Beschneidungsbefürwortern.

Zwar ist es wahrscheinlich das schwächste Argument von allen ("Den Glauben an unsichtbare Entitäten chirurgisch austoben"), aber es ist wohl das ehrlichste.

Für den Ungläubigen mögen religiöse Begründungen wie "Die Vorhaut ist der Ehering zwischen uns und Gott" oder "In der Vorhaut sitzen Dämonen" oder "Die Vorhaut ist der Unterpfand, mit dem man sich nach dem Tode eine geöffnete Himmelspforte garantiert" an den Haaren herbeigezogen klingen, aber wenigstens verstecken sich solche religiösen Argumente nicht hinter vorgeschobenen Hygienemängeln.

 

 

"Die Vorhautentfernung ist minimalinvasiv und ganz steril. Statistisch gesehen passiert fast nie etwas"

Wenn das ein Argument sein soll, was spräche dann gegen minimalinvasive sterile Klitorisentfernungen?

Sabine strahlt überglücklich, "Heute ist es soweit, heute werde ich eine Edelfrau!"
Die Chirurgin nickt zustimmend.
"Wird es weh tun?"
"Aber nein, Sabine, das ist wie beim Haareschneiden", beruhigt sie die Anästhesiologin und bestreicht die Vulva großflächig mit einem Betäubungmittel. "Du wirst nichts merken, und übermorgen wirst du's schon vergessen haben!"

Dank modernster Forschung gehört die Klitoris- und Schamplippenamputation zu den risikofreisten Operationen in Europa.

"Nebenwirkungen sind extrem selten", sagt der Männerbeauftragte Volker Roth, der vor allem durch seinen Einsatz gegen Brandzeichen bei Rindern einige Berühmtheit erlangte.
"Obwohl jährlich in Europa Millionen von Mädchen veredelt werden, liegt der letzte Zwischenfall mittlerweile 8 Jahre zurück. Damals hatte eine frischgebackene Chirurgin nicht genügend Lippenschlupf entfernt", ('Lippenschlupf', auch 'Vulvaüberschuss' genannt, sind postoperative makroskopisch sichtbare Überbleibsel von Klitorial- oder Labialgewebe, Anm.d.Red.), "woraufhin die Mutter tätlich wurde. Ansonsten sind uns keinerlei Beschwerden bekannt. Sowohl von ärztlicher Seite als auch von den veredelten Frauen wird die Veredelung durchweg positiv aufgenommen."

Diese Einschätzung teilt auch Claudia Beck vom Institut für weibliche Veredelung. "Seit der flächendeckenden Einführung von MIVE",  (aus dem Angelsächsischen für Minimally Invasive Vulvic Ennoblement, Anm.d.Red.), "ist die Häufigkeit von Blasenentzündungen, Uteruskarzinomen und AIDS deutlich zurückgegangen", bestätigt Beck.
"Die gesundheitlichen Erfolge und die hohe Akzeptanz waren so ermutigend, dass zur Zeit Untersuchungen laufen, ob sich das Coupieren der weiblichen Brustwarzen positiv auf die Brustkrebsrate auswirkt. Die ersten Feldversuche an Zehntausend Frauen waren sehr vielversprechend. Jetzt müssen wir nur noch sicherstellen, dass die Mamillenstutzung genauso sicher und schmerzlos wird wie MIVE. Ziel sind sieben Mamillen pro Minute. Unter Laborbedingungen haben wir bereits 13 m/pm erreicht. Damit rücken Massentrimmungen in greifbare Nähe", ist sich Beck sicher.

Na also, die Zukunft sieht rosig aus.

Man braucht weibliche Beschneidungen halt nur so lange zu verbieten, bis sterile Methoden zur Kitzlerentfernung garantiert werden.

Bereits heutzutage werden sehr viele weibliche Beschneidungen unter sterilen Bedingungen vorgenommen, vom chirurgischen Fachpersonal.

 

 

Eine weitere Infektionsquelle bei der Vorhautbeschneidung: Das Ablutschen des blutigen Penis

Übrigens gibt es bei der männlichen Beschneidung neben der typischen Gefahrenquelle (Narkosegefahren, Operationswunde) auch noch eine weitere Gefahr der Beschneidung: Nämlich dann wenn der Penisschlitzer den blutenden Kinderpenis in seinem Mund ablutscht bis die Blutung stoppt:

"A small number of Orthodox rabbis advocate an ancient practice in which the circumciser sucks the blood from the infant's circumcision wound until the bleeding stops, a ritual known as metzitzah….

In their study, published in the August issue of Pediatrics, researchers describe eight cases in which Jewish infants developed genital herpes an average of a week after circumcision. None of the infant's mothers had evidence of oral or genital herpes, the most frequent modes of transmission to newborns.

In all cases, the traditional circumciser had performed the metzitzah custom involving direct oral contact with the infants' genitals.

Six of the infants required treatment with intravenous antibiotics, and four had recurrent genital herpes infections. In addition, one infant suffered brain damage and seizures as a result of complications caused by his infection.

Four of the mohels were available for testing, and all of them tested positive for antibodies for HSV-1, which indicated that they were carriers of the virus. Yet none had tested positive for the virus in their mouth."

 

 

Schlussworte

Das Beschneidungsthema ist insofern interessant für unseren anti-Feminismus Blog, weil es aufzeigt, wie einseitig die Beschneidungsthematik von feministischen Wertvorstellungen und weiblichen Argumentationswegen besetzt ist und wie männliches Leid ausgeblendet wird.

Selbst Vorhautbeschneidungsgegner benutzen verweibte Logik wie…

  • Amputationsbefürworter: "Vorhautbeschneidung dient der Hygiene"
  • Amputationsgegner: "Also dafür gibt es doch Wasser und Seife"

Der Amputationsgegner stimmt also im Grunde genommen mit dem Vorwurf des angeborenen männlichen Hygienedefizits überein ("Frauen sind die besseren, weil sauberen Menschen") und argumentiert aus einer verweibten Position heraus ("Iiiih! Unhygienische Vorhaut!"), womit er nicht nur die verweibte Weltsicht unterstützt, sondern auch noch bejaht, dass die Vorhautamputation durchaus auch heute noch in einigen Weltgebieten ihren Sinn hat.

Die korrekte unverweibte Antwort wäre aber: "Hygiene ist kein Argument, Babies Körperteile zu amputieren" und "Frauenvulvas sind viel unhygienischer, bist du für weibliche Beschneidungen?"

Auch solche Standpunkte wie "Das bisschen Haut" oder "Es ist alles ganz steril" oder "Zwischenfälle sind selten" sind an Menschenfeindlichkeit kaum zu überbieten, wenn man sie einmal auf den Kitzler überträgt, der ja eigentlich auch nur "ein bisschen Gewebe" darstellt, das man theoretisch auch leicht entfernen könnte mit speziell dafür entwickelten Kitzlerknipsern, ganz steril und ohne große Zwischenfälle ("Klit-no-moar – Jetzt so schmerzlos, schnell und sicher wie noch nie. Ansetzen und Knopf drücken! Jetzt in jedem Kiosk! Nur 12.99!"). Fehlt nur noch, dass man als Argument liefert "Beschneidungen sollten staatlich gefördert werden, weil sie das Bruttosozialprodukt steigern (Beschneidungsfeiern, Beschneidungsbesteck, medizinische Komplikationen etc)" oder "Beschneidungen sind völlig in Ordnung, weil sie den Beschneider nur ein paar Sekunden seiner Zeit kosten".

mit dem eigenen Mann
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Männliche Beschneidung vs weibliche Beschneidung - Ein Vergleich -ODER- Alle Beschneidungsargumente Pro und Contra auf einen Blick, 4.8 out of 5 based on 90 ratings Alle Kommentare zu diesem Artikel als RSS-Feed
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105 thoughts on “Männliche Beschneidung vs weibliche Beschneidung – Ein Vergleich -ODER- Alle Beschneidungsargumente Pro und Contra auf einen Blick

  1. Hervorragender Artikel!

    Hast du was dagegen, wenn ich den mit einem Verweis auf dich und deinen Blog auf meinem Blog bringe?

    Maskulistische Grüsse,
    Manifold

    Die Söhne von Perseus

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    • Irgendeinen Biologischen Grund muss die Klitoris aber haben, die Klitoris ist das einzige Organ im menschlichen Körper das einzig und allein dem sexuellen Lustgewinn dient.

      Womöglich hat sich die Klitoris deshalb durchgesetzt weil Frauen mit einer intakten Klitoris beim Sex schneller feucht wurden, den Sex so als erfüllender empfanden, es durch die Feuchtheit zu weniger Verletzungen kam und der Sex mit Klitoris die ja schließlich beim Sex mitstimuliert wird insgesamt erfüllender für die Frauen war. —-> daraus erfolgte vermutlich das Frauen mit einer intakten Klitoris öfter und häufiger Sex hatten und nicht erst zum Sex gezwungen werden mussten (weil es für sie ja erfüllender war) —-> Frauen die öfter und mehr Sex hatten wurden häufiger schwanger und gebaren mehr kinder —-> Frauen mit einer intakten Klitoris die öfter und mehr Sex hatten als andere Frauen vererbten ihre intakte Klitoris an ihre Nachkommen, frigide Frauen ohne Klitoris starben so langsam aus.

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      • die Klitoris bringt also das Menschenweibchen dazu öfter und mehr Sex zu wollen, gute Einrichtung der Natur oder nicht?
        Weibchen anderer Gattungen (Hirsche, Wölfe, Gazellen,Ziegen, Pferde) haben keinen Vorteil aus dem Sex und werden von den Männchen zur Paarung gezwungen, wieso auch nicht? Ein Hirsch der mit seiner Hirschkuh keine Partnerschaft eingeht, wieso sollte er sich bemühen?
        Da das Menschenweibchen ihre Empfängnisbereitschaft aber gekonnt versteckt (nicht mal selbst weiß oder spürt wann sie empfängnisbereit ist) muss ganzzeitlich von einem Männchen umworben und auch befruchtet (Paarung bzw. Geschlechtsverkehr) werden wenn das Männchen seine Chancen auf Nachkommen erhöhen will. Dafür wäre es hinderlich wenn das Menschenmännchen das nun so täte wie das Hirschmännchen und das Weibchen wieder und wieder vergewaltigen würde, nein das Weibchen muss auch einen Vorteil aus dem Sex ziehen damit es sich wieder und wieder dazu bereiterklärt.
        Eine Hirschkuh würde vermutlich nicht wieder und wieder Sex wollen.
        Das Menschenmännchen ist also dazu gezwungen auf das Weibchen einzugehen und es zum Sex zu überreden. Würde es das Weibchen immer wieder verletzen und ihm immer wieder Schmerzen zufügen wäre das Weibchen vermutlich nicht bereit immer wieder Sex mit dem Männchen zu haben.
        Bei Tierarten zu denen es eine feste Paarungszeit/Läufigkeit/Rolligkeit/Brunft gibt tritt dies nicht in Kraft da das Männchen das Weibchen nicht öfter besteigen muss, das Männchen ist hier nicht dazu gezwungen immer wieder um das Weibchen zu buhlen und ihm alles recht zu machen.

        Hätten Menschen eine feste Paarungszeit wäre vieles einfacher, Mann und Frau würden einfach nebeneinander herleben, das andere Geschlecht wäre einem bis zur nächsten Paarungszeit völlig egal, dann würde es Sexorgien geben und jeder würde jeden bespringen. Alle Frauen wären in dieser Zeit bereit zum Sex da sie rollig sind. Nach dieser paarungszeit würde man wieder seiner Wege gehen, Beziehungen wären überflüssig. Es wäre jedenfalls einfacher…

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        • übrigens: deinen comment “offtopic” kannste knicken HatEsEierstöcke bzw. FrauenGegenGewalt (bin mir ziemlich sicher das ihr ein und dieselbe Person seid ansonsten —> Gegenbeweise)

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  2. Die Argumente sind sehr gut zusammengefasst. Pflichtlektüre für alle, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.

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  3. Sehr guter Artikel!
    Zum Argument Hygiene: Man könnte es auch noch weiter auf die Spitze treiben und verlangen, dass das Hymen von Mädchen spätestens nach der Menarche mittels https://de.wikipedia.org/wiki/Bougierung oder einer sterilen minimalinvasiven Hymektomie zu entfernen ist, um einen unhygienischen Rückstau des Menstruationssekretes und einen eventuelle daraus folgende Störung des Scheidenmilieus in der Zeit bis zur Defloration zu vermeiden. Absurd das alles.

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  4. Wenn du tatsächlich in deinem Blog aufklären willst, solltest du dich besser informieren und vorallem zitieren lernen. Wo findet man dann all die Zitate? Dein methodisches Vorgehen (diesen und andrere) Artikel zu schreiben, gleicht diversen Stammtischparolen und ist daher absolut unbrauchbar und völlig informationslos.
    Also: Wo finde ich die Quellen für deine Zitate/Aussagen und sind diese überhaupt seriös? (Und sag bitte nicht ich soll selbst suchen, ein halbwegs seröser Blog sollte seine Angaben stützen können) Für mich klingt es hier eher nach propagandistischem Unsinn.

    Darüberhinaus widersprichst du dir ständig selbst:

    “Der zweite Fehler ist, dass man die männliche Beschneidung überhaupt mit irgendetwas vergleicht, um sie harmloser erscheinen zu lassen.”
    und darauf hin:
    “Beide Beschneidungsarten SIND vergleichbar und MÜSSEN sogar verglichen werden.”
    und dann wieder:
    “…daher sind solche Was-entspricht-wem-Vergleiche sowieso völlig akademisch und spekulativ.”

    Ja, was denn nun?

    Dennoch scheinst du mit diesem Artikel einen Vergleich zwischen männlicher und weiblicher Beschneidung anzustreben (unverständlich, da du ja dieses Vorgehen kritisierst). Daher: Wenn du dich nur im entferntesten mit der weiblichen Anatomie beschäftigt hättest, wüsstest du, dass um die Klitoris ebenfalls eine Vorhaut ist. Die Klitoris (in die übrigens über 8000 Nervenenden münden) ist daher äquivalent zur Eichel (die ebenfalls sehr empfindlich ist). Eine Beschneidung bei der Frau wäre also eher mit der Amputation der Eichel (oder meinst du das mit “Penisspitze”? ) vergleichbar! (als Quelle sei hier zumindest wikipedia genannt, oder diverse Anatomiebücher, vielleicht auch Biounterricht…)

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    • @Fant (((“Wo findet man dann all die Zitate?”)))

      Steht doch da, mit Link.

      @Fant (((“Darüberhinaus widersprichst du dir ständig selbst: Der zweite Fehler ist, dass man die männliche Beschneidung überhaupt mit irgendetwas vergleicht, um sie harmloser erscheinen zu lassen.”
      und darauf hin:
      “Beide Beschneidungsarten SIND vergleichbar und MÜSSEN sogar verglichen werden.”
      und dann wieder:
      “…daher sind solche Was-entspricht-wem-Vergleiche sowieso völlig akademisch und spekulativ.”

      Ja, was denn nun?”)))

      Alles drei. Keine von diesen Aussagen widerspricht sich.

      1) Eine Verstümmelung mit einer schlimmeren Verstümmelung zu vergleichen, um sie harmloser erscheinen zu lassen, ist unredlich.
      2) Weibliche und männliche Beschneidungen sind vergleichbar.
      3) Ob die Klitoris dem Penis entspricht ist spekulativ, darf aber aufgrund der anatomischen Gegebenheiten stark bezweifelt werden.

      @Fant (((“Dennoch scheinst du mit diesem Artikel einen Vergleich zwischen männlicher und weiblicher Beschneidung anzustreben (unverständlich, da du ja dieses Vorgehen kritisierst).”)))

      Nein, einen Vergleich kritisieren wir gar nicht, im Gegenteil. Was wir kritisieren würden wäre eine Verharmlosung/Befürwortung der weiblichen Beschneidung durch einen Vergleich mit einer anderen unnötigen Verstümmelung sagenwirmal einem abgehackten Arm. So ein Vergleich ist unanständig.

      @Fant (((“Wenn du dich nur im entferntesten mit der weiblichen Anatomie beschäftigt hättest, wüsstest du, dass um die Klitoris ebenfalls eine Vorhaut ist. Die Klitoris (in die übrigens über 8000 Nervenenden münden) ist daher äquivalent zur Eichel (die ebenfalls sehr empfindlich ist)”)))

      Nicht ganz. Denn dann wäre ja die Vorhaut der Klitoris vergleichbar mit der Vorhaut des Penisses. Ist sie aber nicht, schon allein weil sich beim Sex die penile Vorhaut hin und her bewegt, was der Reibung des Kitzlers entspricht, nicht aber einer Hin- und Herbewegung der klitoralen Vorhaut.

      Also auch hier entspricht der Kitzler eher der Vorhaut als der Eichel.

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      • zu: “Steht doch da, mit Link.”

        Wirklich? Wo finde ich z.B. die Quelle für diese Aussage?

        “The findings of this study indicate that sexual desire, pleasure, and orgasm are experienced by the majority of women who have been subjected to this extreme sexual mutilation… These findings also seriously question the importance of the clitoris as an organ that must be stimulated in order to produce female orgasm, as is often maintained in Western sexological literature.”

        Quellen stehen üblicherweise direkt hinter dem Zitat (oder in Fußnoten), und zwar eindeutig und mit Seitenverweis.

        zu: “1) Eine Verstümmelung mit einer schlimmeren Verstümmelung zu vergleichen, um sie harmloser erscheinen zu lassen ist falsch.
        2) Weibliche und Männliche Beschneidungen sind vergleichbar.
        3) Ob die Klitoris dem Penis entspricht ist spekulativ, darf aber aufgrund der anatomischen Gegebenheiten stark bezweifelt werden.”

        Die Aussagen wiedersprechen sich einzeln nicht in ihren Grundaussagen, das habe ich auch nicht behauptet! Du widersprichst dir aber selbst in deinem Urteil zu “Vergleich von männlicher und weiblicher Beschneidung” !

        Dies wird wiederum hier klar:

        “Was wir kritisieren würden wäre eine Befürwortung der weiblichen Beschneidung, indem man die weibliche Beschneidung zum Beispiel mit der Vierteilung vergleicht.”

        Also ihr kritisiert weibliche Beschneidung nur dann, wenn sie mit “einer schlimmeren Verstümmelung” des Penises verglichen wird?

        Ansonsten seid ihr gegen jegliche Beschneidung an sich, oder was? Dann seid ihr wohl gegen Vergleiche, vollführt diese aber doch ständig selbst…
        Daher fehlt jegliche Aussagekraft des Artikels vollkommen! Ihr macht doch methodisch genau das falsch, was ihr kritisiert…

        zu: “Denn dann wäre ja die Vorhaut der Klitoris vergleichbar mit der Vorhaut des Penisses. Ist sie aber nicht, schon allein weil sich beim Sex die penile Vorhaut hin und her bewegt, was der Reibung des Kitzlers entspricht, nicht aber einer Hin- und Herbewegung der klitoralen Vorhaut.”

        Die Vorhaut der Klitoris lässt sich sehr wohl “Hin-und Herbewegen”, ja sogar beim Sex, was wiederum den selben Effekt hat wie die “Hin-und Herbewegung” der penilen Vorhaut, nämlich sexuelle Stimulation. Daher wären beide Vorhäute vergleichen. Da fehlt es nicht nur an Anatomiekenntnissen, sondern auch an Wissen zur weiblicher Sexualität an sich.

        Aber komm mir jetzt bitte nicht mit dem Todschlagargument “Männer und Frauen sind von Natur aus nicht miteinander vergleichbar…”

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        • Aha und dein letzte Antwort hast du auch noch überarbeitet:
          vorher:

          “Was wir kritisieren würden wäre eine Befürwortung der weiblichen Beschneidung, indem man die weibliche Beschneidung zum Beispiel mit der Vierteilung vergleicht.”

          nun:

          “Was wir kritisieren würden wäre eine Verharmlosung/Befürwortung der weiblichen Beschneidung durch einen Vergleich mit einer anderen unnötigen Verstümmelung sagenwirmal einem abgehackten Arm.”

          die Argumentation war wohl nicht ganz durchdacht

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          • Wenn’s dich glücklicher macht, können wir auch weibliche Beschneidung mit der Vierteilung vergleichen. Das würde weibliche Beschneidung erst recht verharmlosen. Willst du das?

            Willst du weibliche Beschneidung verharmlosen?

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            • Also geht es doch um das “was ist schlimmer”? Willst du das?

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              • Was schlimmer ist, wird man nur feststellen können, sobald es Gehirntausch gibt. Bis dahin ist es Spekulation.

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                • Beides !!! Aber Moment…der Vergleichsversuch kommt ja von dir.

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        • @Fant (((“Quellen stehen üblicherweise direkt hinter dem Zitat (oder in Fußnoten), und zwar eindeutig und mit Seitenverweis.”)))

          Bist du unser Doktorvater? Ist unser Artikel eine Doktorarbeit? Bist du zu faul, den Text in die Suchmaschine zu pasten?

          @Fant (((“Ansonsten seid ihr gegen jegliche Beschneidung an sich, oder was? Dann seid ihr wohl gegen Vergleiche, vollführt diese aber doch ständig selbst…”)))

          Schau mal, der Artikel hat im Titel “ein neutraler Vergleich”. Von daher müsste dir doch von Anfang an klar sein, dass wir nichts gegen Vergleiche haben.

          Wir haben nur etwas gegen die feministische Strategie, weibliches Leid mit etwas bizarr Schlimmem zu vergleichen, um dann männliches Leid zu relativieren.

          Oder männliches Leid gleich unter den Teppich zu kehren.

          @Fant (((“Daher fehlt jegliche Aussagekraft des Artikels vollkommen!”)))

          Es tut uns leid, dass der Artikel nicht das aussagt, was du gerne lesen wolltest.

          @Fant (((“was wiederum den selben Effekt hat wie die “Hin-und Herbewegung” der penilen Vorhaut”)))

          Das darf man genauso bezweifeln, wie die Gleichwertigkeit zwischen Hundenase und Menschennase.

          @Fant (((“Aber komm mir jetzt bitte nicht mit dem Todschlagargument “Männer und Frauen sind von Natur aus nicht miteinander vergleichbar…””)))

          Alles ist vergleichbar. Unsere beiden Blogs machen ja nichts anderes als Frauen und Männer zu vergleichen.

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          • zu: “Wir haben nur etwas gegen die feministische Strategie, weibliches leid mit etwas bizarr Schlimmem zu vergleichen, um dann männliches Leid zu relativieren.”

            Und genau dafür fehlen mir eben die Quellen in deinem/n Artikel(n)! Wo finde ich denn diese feministische Strategie? Vielleicht nur in manchen Männerköpfen?!
            Und komm mir nicht mit “googeln” ! Behauptungen sollte man, wie schon gesagt, untermauern können. Wer das nicht tut ruft lediglich propagandistische Parolen aus.

            zu: “@Fant (((“was wiederum den selben Effekt hat wie die “Hin-und Herbewegung” der penilen Vorhaut”)))
            Das darf man genauso bezweifeln, wie die Gleichwertigkeit zwischen Hundenase und Menschennase.”

            Dann bezweifelst du aber Fakten und bringst auch noch ein extrem unpassendes Beispiel. Bezweifeln darf man hier aber anscheinend so einiges, daher bezweifele ich mal ganz dreist, dass du überhaupt schon mal einen Kitzler gesehen bzw. sexuell stimuliert hast.

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            • @Fant (((“Und genau dafür fehlen mir eben die Quellen in deinem/n Artikel(n)! Wo finde ich denn diese feministische Strategie? Vielleicht nur in manchen Männerköpfen?!”)))

              Naja, zum Beispiel hier:

              (…) The research by Lara Stemple at the University of California doesn’t only show that male sexual violence is a component of wars all over the world, it also suggests that international aid organisations are failing male victims. Her study cites a review of 4,076 NGOs that have addressed wartime sexual violence. Only 3% of them mentioned the experience of men in their literature. “Typically,” Stemple says, “as a passing reference.”

              (…) Stemple’s findings on the failure of aid agencies is no surprise to Dolan. “The organisations working on sexual and gender-based violence don’t talk about it,” he says. “It’s systematically silenced. If you’re very, very lucky they’ll give it a tangential mention at the end of a report. You might get five seconds of: ‘Oh and men can also be the victims of sexual violence.’ But there’s no data, no discussion.”

              As part of an attempt to correct this, the RLP produced a documentary in 2010 called Gender Against Men. When it was screened, Dolan says that attempts were made to stop him. “Were these attempts by people in well-known, international aid agencies?” I ask.

              “Yes,” he replies. “There’s a fear among them that this is a zero-sum game; that there’s a pre-defined cake and if you start talking about men, you’re going to somehow eat a chunk of this cake that’s taken them a long time to bake.” Dolan points to a November 2006 UN report that followed an international conference on sexual violence in this area of East Africa.

              Selbst Wissenschaftler manipulieren, weil sie ideologisch von Femastasen unter Druck gesetzt werden:

              Among researchers not committed to that ideology, many (including me and some of my colleagues) have withheld results showing gender symmetry to avoid becoming victims of vitriolic denunciations and ostracism. Thus, many researchers have published only the data on male perpetrators or female victims, deliberately omitting data on female perpetrators and male victims

              Auch schön:

              Suzanne Steinmetz made the mistake of publishing a book and articles which clearly showed about equal rates of perpetration by males and females. Anger over this resulted in a bomb threat at her daughters’ wedding, and she was the object of a letter writing campaign to deny her promotion and tenure at the University of Delaware… My own experiences have included having one of my graduate students being warned at a conference that she will never get a job if she does her PhD research with me. At the University of Massachusetts, I was prevented from speaking by shouts and stomping.

              Im Übrigen ist es irrelevant, ob es solche Berichte gibt. Dass wir Recht haben, sieht man an der aktuellen Situation, wo Frauen als Opfer fast immer ausdrücklich genannt werden, Männer aber verschwiegen. Dazu braucht es keine konkreten Berichte.

              @Fant (((“daher bezweifele ich mal ganz dreist, dass du überhaupt schon mal einen Kitzler gesehen bzw. sexuell stimuliert hast.”)))

              Stimmt, wann immer wir Kitzler stimuliert haben, war es gänzlich unsexuell.

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              • Moment, es ging hier doch um Beschneidung ! Dies sind Aussagen zu sexueller Gewalt gegen Männer, ein vollkommen anderer Diskussionspunkt.

                zu: “Stimmt, wann immer wir Kitzler stimuliert haben, war es gänzlich unsexuell.”

                Ja das passt auch zu der Aussage:

                “Denn dann wäre ja die Vorhaut der Klitoris vergleichbar mit der Vorhaut des Penisses. Ist sie aber nicht, schon allein weil sich beim Sex die penile Vorhaut hin und her bewegt, was der Reibung des Kitzlers entspricht, nicht aber einer Hin- und Herbewegung der klitoralen Vorhaut.”

                Und bestätigt erneut, dass die Verfasser keinerlei Ahnung von weiblicher Sexualität haben. Wer keine Ahnung hat, sollte vielleicht nicht unbedingt Vergleiche wagen…

                Im übrigen geht es doch (oder sollte es zumindest) um die Tabuisierung von männlichem Leid durch u.a. Beschneidung! Warum hier jedoch Frauen als “Kontarstmittel” benutzt werden ist mir immernoch vollkommen unklar.
                Sowohl Frauen als auch Männer sind Menschen und eine Geniatlverstümmelung ist bei Menschen beider Geschlechter eine schreckliche Sache! Warum also polarisierende und provozierende Parolen statt ernsthafter, ehrlicher, auf Fakten basierter Auflärung? Diese wäre doch im Interesse der Verfasser, oder? Naja, wahrscheinlich würde MANN sonst diesem Blog die (äußerst fragliche) Daseinsberechtigung nehmen.

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                • @Fant (((“Moment, es ging hier doch um Beschneidung ! Dies sind Aussagen zu sexueller Gewalt gegen Männer, ein vollkommen anderer Diskussionspunkt.”)))

                  Überhaupt nicht vollkommen anders. Wenn du nämlich genau den gleichen Vorgang (Beschneidung beim Baby) auf Erwachsene überträgst, wäre es ein sehr schlimmes Verbrechen.

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                • @frauengegengewalt:
                  zu: “Überhaupt nicht vollkommen anders. Wenn du nämlich genau den gleichen Vorgang (Beschneidung beim Baby) auf Erwachsene überträgst, wäre es ein sehr schlimmes Verbrechen.”

                  Hallo??? Ohne Frage: Beschneidung ist schlimm, sexuelle Gewalt ist schlimm! Und das, egal ob bei Mann, Frau, Kind oder Erwachsenen!

                  Was willst du mir damit sagen?

                  Du bist doch argumentatorisch vollkommen unterlegen…bleib mal beim Thema.

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                • @Fant (((“Du bist doch argumentatorisch vollkommen unterlegen…bleib mal beim Thema.”)))

                  Huh? Bislang haben wir jede deiner Behauptungen hinreichend widerlegt.

                  Wenn du unsere Antworten nicht verstehst, dann ist das dein Problem. Wir haben dir gezeigt, dass es feministische Kräfte gibt, dem männlichen Geschlecht keinen Opferstatus zu gewähren. Und das schließt die Beschneidung ein, wo die weibliche Beschneidung mit Gefängnis verfolgt wird, die männliche aber noch nicht einmal als Untat angedacht wird.

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                • zu: “Huh? Bislang haben wir jede deiner Behauptungen hinreichend widerlegt.”

                  Nein, eigentlich keine einzige.

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                • Zuerst bist du zu faul zu pasten, dann zu faul den Link zu sehen, dann anscheinend zu faul unsere Antworten zu lesen.

                  Die einzige Behauptung, die wir nicht hinreichend widerlegt haben, ist deine Behauptung, dass wir keine Ahnung von weiblicher Anatomie haben und nicht einmal wissen was der Kitzler sein soll… die haben wir tatsächlich nicht widerlegen können. Jedenfalls liegt dein Kitzler zwischen deinen Zehen. Deinen Glitzerfüßengroßzehschen.

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                • “Sowohl Frauen als auch Männer sind Menschen”

                  Hast du da eine Quellenangabe?

                  Bzw. geh bitte…!, häng dich nicht zu weit aus dem Fenster. Lebewesen, ja, aber Menschen?

                  Feministen sehen des bekanntlich anders. Da gibt es ja die “Allgemeine Erklärung der Menschenrechte” der UN, UND die Erklärung der “Frauenrechte”. Ob Frauen auch Menschen sind, ist also durchaus strittig!

                  In Bezug auf Nietzsche gibt es ja die Mensch-Werdung des Menschen, Jesus hatte ein ähnliches Konzept, und auch nach Freud sind die Geburt eines menschlichen Lebewesens und der Beginn des Menschens zwei paar Schuhe.

                  Last not least kennen verschiedenste Kulturen Initiationsriten als symbolische Menschwerdung, ausschließlich für männliche Kinder und Jugendliche. So gesichert scheint mir die Thesen Frau = Mensch also nicht zu sein.

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                • @Fant “Und bestätigt erneut, dass die Verfasser keinerlei Ahnung von weiblicher Sexualität haben. Wer keine Ahnung hat, sollte vielleicht nicht unbedingt Vergleiche wagen…”

                  Siehst Du, und ebenso habt Ihr Frauen keinerlei Ahnung von männlicher Sexualität, weshalb sämtliche pro-circumsitionische Argumentation von weiblicher Seite aufgrund nicht vorhandener Kompetenz jeder Grundlage entbehrt. Wenn Frauen meinen, das sei alles nicht so wild, spricht ja nichts dagegen, daß Mädchen die Clitoris und die inneren Labien entfernt werden. Sind nämlich auch nicht nötig, unhygienisch und sehen mitunter nicht schön aus. Ach, unvorstellbar, Aufschrei, Empörung? Na sowas aber auch …

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            • Schau Fant, es geht doch nur darum, dass Femastasen eine Krankheit sind. Was du schreibst, zum Beispiel, wirkt auf mich wie ein Hundehaufen, in den ich gerade hineingetreten bin. Da muss ich nicht googeln und nach einer wissenschaftlichen Erklärung für meine Abneigung suchen. Und gäbe es eine Partei, die Hundehaufen (Femastasen) verbieten würde, wüsste ich genau, wo ich mein Kreuz mache.

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              • Oh, toll, wieder einmal ein Beitrag aus der Kategorie “wenn ich keine Sachargumente habe, werde ich einfach ausfallend”. Jap, so jemand wird doch gleich richtig ernst genommen… *rotfl*

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    • Seriöse Blogs sollten eigentlich unseriöse Kommentare wie deinen kommentarlos löschen. Würde die Blogoshpäre wirklich um einiges besser machen.

      Schließlich braucht man da eigentlich erst gar nicht anfangen zu diskutieren wenn deine Kommentare krankhaft nur darauf abzielen den Blog diskreditieren zu wollen indem du fadenscheinige Argumentationen bemühst, irgendwelche seltsamen Standards vorbringst und Wahrheit anhand allgemeinen Klischees und Mythen versuchst aufzubauen. Was natürlich äußerst witzig ist unter einem Beitrag der gerade damit aufräumen will.

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  5. Schöner Artikel. Nur wird das “Wie uns Feministinnen und Pinke Pudel täglich belügen” gleich in der Kopfzeile zahlreiche zimperliche, aber doch ehrlich Interessierte abschrecken weiterzulesen. Freilich nicht logisch, doch sehr schade um die so ausbleibenden Leser. Wäre es nicht möglich das ausnahmsweise zu entschärfen, oder zumindest unscheinbarer bspw. in die Fußzeile zu bewegen?

    Etwa zum Smegma fehlt jedoch, dass weder dessen antibakterielle noch allzu keimfördernde Eigenschaft[en] letztlich sicher belegt sind — zu beiden existieren widersprüchliche Studien. Darauf sollte der Ehrlichkeit halben hingewiesen werden.

    Was mir noch zur Scheinbegründung “HIV-Prävention” bekannt ist: Die für die 2007er WHO-Empfehlung (und danach auch von CDC und neulich dem ZdJ) herangezogenen drei Studien in der Subsahara sind zutiefst mangelhaft. Zusammenfassung hier:
    http://blog.practicalethics.ox.ac.uk/2012/05/when-bad-science-kills-or-how-to-spread-aids/

    Entgegen CDCs Spekulation über die Wirkungsweise — Entfernung mutmaßlich HIV-anfälliger Dendritischer [Langerhans-]Zellen — gibt es dann auch Studien, die in vivo genau deren entgegengesetzte Schutzwirkung finden:
    http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1753-6405.2011.00761.x/full

    Zumal die USA trotz ihrer inzwischen jahrhundertelangen Beschneidungs-Tradition nach wie vor eines der bzw. das Schlusslicht der industrialisierten Nationen bleibt, was Geschlechtskrankheiten angeht — v. a. Neuinfektionen bei jungen Erwachsenen. Insb. sowohl auch was HIV allgemein als die angeblich bei beschnittenen Männern so viel seltenere Ansteckung durch Hetero-Sex angeht. Dieser Langzeit-Feldtest darf also ruhig als gescheitert gelten, zumindest in Hinblick auf die Effizienz von flächendeckender Beschneidung bzw. der hierfür nötigen Ressourcen in Nicht-Entwicklungsländern.

    Daten dazu, die noch auf Beschnitten-Unbeschnitten untersucht werden müssten:
    USA: http://www.cdc.gov/nchhstp/newsroom/docs/HIV-Infections-2006-2009.pdf
    GB: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC558204/
    De: http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/Epidemiologie/Daten_und_Berichte/EckdatenDeutschland.pdf?__blob=publicationFile

    Zu HPV: Meines Wissens wird stets diese Studie von 2002 herangezogen:
    http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa011688#t=articleResults
    Diese belegt eine signifikante Wirkung in erster Linie nur bei Frauen mit vielen Sexpartnern und beidseitiger mangelhafter Hygiene, was zumindest bei mir unter die Kategorie “selbst schuld” fällt. Zu Gebärmutterkrebs heißt es gar:

    > Male circumcision was associated with a moderate, but nonsignificant [!], decrease in the risk of cervical cancer in the men’s female partners […].

    Ein Schmankerl zur Befangenheit einiger wichtiger Mediziner findet sich hierin:
    http://www.samj.org.za/index.php/samj/article/view/1811

    > A journal reviewer for the New England Journal of Medicine, JAMA, Archives of Disease in Childhood and Pediatrics stated under oath that he had never accepted any paper attempting to demonstrate the inefficacy of infant circumcision as a prevention tool. (Schoen E. Dep. Schwan v. Ball Memorial Hospital 2007; 25 June, 101: 11-102:3)

    Dann sei noch auf zwei Studien verwiesen:
    1. O’Hara-Studie (1999) über die Minderung des Sex-Genusses von Frauen mit beschnittenen Partnern
    http://www.cirp.org/library/anatomy/ohara/
    2. Kim-Studie (2006) über die Minderung des Sex- wie Masturbations-Genusses von beschnittenen Männern
    http://www.cirp.org/library/sex_function/kim2006/

    Sei zum legalen Aspekt hierzulande geschrieben: Art. 2.2 GG darf zwar per Gesetz eingeschränkt werden, nicht aber Art. 3, d. h. 3.1 (Gleichheit vor dem Gesetz) und 3.2, letzterer verbietet insb. auch die Bevorzugung auf Grund von Glauben oder religiöser Anschauungen. Auch hat das GG mit Art. 140 insb. den Art. 136.1 der Weimarer Verfassung importiert:

    > Die bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten werden durch die Ausübung der Religionsfreiheit weder bedingt noch beschränkt.

    Weder die Glaubensfreiheiten im Art. 4 GG noch im Art. 9 EMRK (Europäischen Menschenrechtskonvention) sind hinreichend um dies aushebeln, denn die Formulierung im GG impliziert keine Erlaubnis der Verletzung von Freiheiten und Rechte anderer Personen, die EMRK erlaubt in 9.2 sogar explizit ein Verbot solcher.

    In der von Deutschland [zumindest] auf Bundesebene unterzeichneten und ratifizierten UN-Kinderrechtskonvention heißt es dann in Art. 24.3:

    > Die Vertragsstaaten treffen alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen.

    Weit ausführlicher wird der Rechtsaspekt hier erörtert:
    http://www.mohr.de/fileadmin/user_upload/Zeitschriften/PDF-Probehefte/JZ_64_7_2009.pdf
    http://verfassungsblog.de/religion-vor-recht-recht-vor-religion/

    Bleibt letztlich noch: Danke für den Artikel!

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    • @nwt (((“Schöner Artikel. Nur wird das “Wie uns Feministinnen und Pinke Pudel täglich belügen” gleich in der Kopfzeile zahlreiche zimperliche, aber doch ehrlich Interessierte abschrecken weiterzulesen.”)))

      Stimmt sogar. Wir haben das bereits in einigen Kommentaren gelesen auf Seiten, die zu uns linken. Wir haben diesen Untertitel auf dieser Seite hier jetzt ausgeblendet, nicht weil wir nicht dazu stehen, sondern 1) weil die Botschaft des Artikels wichtiger ist 2) wir keine Nebenkampfschauplätze eröffnen wollen 3) das Thema dieses Artikels sowieso nicht 100% zu unserem Blog passt.

      Du hast das also schon ganz richtig erkannt.

      @nwt (((“Etwa zum Smegma fehlt jedoch, dass weder dessen antibakterielle noch allzu keimfördernde Eigenschaft[en] letztlich sicher belegt sind — zu beiden existieren widersprüchliche Studien. Darauf sollte der Ehrlichkeit halben hingewiesen werden.”)))

      Ja, stimmt, aber zu fast jedem medizinischen Thema existieren widersprüchliche Studien. Auf solche Dinge hinzuweisen passt nicht ganz zum Stil des Artikels. Dafür ist eher der Kommentarbereich gedacht.

      @nwt (((“Was mir noch zur Scheinbegründung “HIV-Prävention” bekannt ist: Die für die 2007er WHO-Empfehlung (und danach auch von CDC und neulich dem ZdJ) herangezogenen drei Studien in der Subsahara sind zutiefst mangelhaft. Zusammenfassung hier:
      http://blog.practicalethics.ox.ac.uk/2012/05/when-bad-science-kills-or-how-to-spread-aids/
      ”)))

      Sehr richtig.

      Und, hey, dein weiterer Kommentar ist topnotch. Du musst doch bestimmt eine eigene Website haben, oder?

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      • > Und, hey, dein weiterer Kommentar ist topnotch.

        Danke. Ein paar Grammatikschnitzer hab ich aber übersehen :)

        > Du musst doch bestimmt eine eigene Website haben, oder?

        Kann ich leider nicht behaupten. Auch sicherlich nicht, dass ich beim Thema an der Weisheit letzten Schluss angelangt bin — doch bei derart viel offensichtlicher Ignoranz und bewusster Dummdreistigkeit, mit der selbst die sog. “Qualitätsmedien” die im Artikel beantworteten Scheinargumente verbreiten, platzt’s förmlich aus einem raus.

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      • Ups, da hab ich für meine Antwort vom 19. doch tatsächlich den Reply-Knopf nicht gefunden…

        Aber egal. Noch zwei kurze Nachträge:

        1. In meinem ersten Kommentar heißt es: “Diese belegt eine signifikante Wirkung in erster Linie nur bei Frauen mit vielen Sexpartnern”.

        Das ist so unpräzise, da es nicht bloß für Frauen gilt. Lauten sollte der Satzteil etwa “Diese belegt eine signifikante Wirkung in erster Linie bei Partnern, von denen mindestens einer davor viele Sexpartner hatte”.

        2. Gegen den Großteil der HPV-Stämme (und damit Folgeschäden) gibt es seit geraumer Zeit mit Gardasil und Cervarix sogar zwei Impfstoffe. Wer da stattdessen noch anderen Leuten ein Körperteil amputieren will hat sie nicht mehr alle — aber das ist man ja insb. von den Kirchen gewohnt.

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  6. Zitat aus Deutsches Grundgesetz Artikel 2 Abs.2
    “Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. ”
    Zitat aus Deutsches Grundgesetz Artikel 4 Abs. 1
    “Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.”
    Zitat aus Deutsches Grundgesetz Artikel 79 Abs. 3
    “Eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung oder die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt werden, ist unzulässig.”

    1. Auch Eltern haben nicht das Recht ihren Kindern diese Rechte zu verwehren.
    2. Hat auch ein unmündiges Kind im Sinne dieses Gesetzes Anspruch auf Wahrung dieser Rechte.
    Ohne wenn und aber.
    3. Die Basis unserer Pluralistischen Gesellschaft ist das Grundgesetz, dass unser Rechtswesen regelt, nicht der Talmud, nicht die Tora, nicht der Koran und auch nicht die Bibel. Völlig unabhängig vom individuellen Glaubensbekenntnis. Für Scharia und Halacha ist hier kein Platz.
    Wir leben in einer Demokratie, nicht in einer Theokratie – zum Glück.

    4. “Wenn man Beschneidungen verbietet, sind die unbeschnittenen Kinder nicht Teil der Gruppe und werden gehänselt/ausgeschlossen”

    Wenn man die körperliche Verstümmelung eines Kindes zur Bedingung für die Mitgliedschaft in einer Gruppe macht haben wir noch ein ganz anderes Problem. Solches ist zu Recht nicht vom Grundgesetz gedeckt.

    Zitat: UN-Kinderrechtskonvention
    Artikel 3 Abs1
    “Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie
    von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Für-
    sorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsor-
    ganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichts-
    punkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.”

    Daraus ergibt sich, dass die Wahrung der in Artikel 2 und 4 GG verbrieften Rechte durch den Gesetzgeber im Sinne des unmündigen Kindes und nicht im Sinne der religiösen Gemeinschaft oder den Interessen der Eltern folgend durchzusetzen sind.
    Es steht dem Kind frei bei erreichen der Mündigkeit sich im freien Bekenntnis den Ritualen der Glaubensgemeinschaft zu folgen.

    Ich zitiere . Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen
    Artikel 3
    “Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.”
    Artikel 27
    “1. Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.”
    Artikel 30
    “Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, daß sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu begehen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten zum Ziel hat.”

    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen…..glaubt man. Das eigene religiöse Bekenntnis schliesst nicht das Recht ein an unmündigen Menschen irreversible Veränderungen durchzuführen.

    1. Mose 17 kollidiert im übrigen klar mit den obig zitierten Rechten eines jeden einzelnen.
    Im Gegenteil gemäß unserer Gesetze erfüllt es sogar den Tatbestand der Volksverhetzung.
    Zitat
    1 Mose 17.14
    “Und wo ein Mannsbild nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, darum daß es meinen Bund unterlassen hat. ”

    Jeder einzelne hat jetzt also die Wahl zu überlegen wozu er sich bekennen will, dem Grundgesetz als Konsens unserer Gesellschaft oder dagegen. Allerdings sollten sich jene, die dagegen sind, überlegen ob sie hier richtig sind. Ich glaube bei den Taliban, Boko Haram, Kach oder Kahane Chai sind sie sicherlich besser aufgehoben mit ihrem Steinzeit-Fundamentalismus.

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  7. ,,”Ein Beschneidungsverbot ist anti-semitisch” -ODER- “Der schlimmste Angriff auf das Judentum seit dem Holocaust”

    Keiner will Beschneidungen verbieten. Es geht um Zwangsbeschneidungen bei Kindern und Babys. Das ist etwas völlig anderes.
    Viele Juden sind unbeschnitten. Ebenso gibt es Mohels (Beschneider), die eine symbolische Beschneidung anbieten. Man muss nicht beschnitten sein, um Jude zu sein, genausowenig wie man ein Schaf geschlachtet haben muss. Immer weniger Juden entscheiden sich gegen Beschneidung. Sind diese Juden anti-semitisch?”

    könnte es sein, dass ihr statt:
    ,,Immer weniger Juden entscheiden sich gegen Beschneidung.”
    so etwas wie:
    ,,Immer mehr Juden entscheiden sich gegen Beschneidung.”
    gemeint habt?

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  8. Petition gegen rituelle Beschneidung
    20. Juli 2012

    Text der Petition

    Der Deutsche Bundestag möge beschließen, Personensorgeberechtigten jede rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung eines Jungen (Zirkumzision) oder eines Mädchens (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) im Hinblick auf die Verwirklichung der körperlichen Unversehrtheit des Kindes oder Jugendlichen bis zu dessen Volljährigkeit zu untersagen. Um dem Individuum die Option auf ein Leben mit unversehrten Genitalien und mit der Option auf eine selbstgeschriebene Biographie zu ermöglichen, insbesondere im Hinblick auf die Entscheidung, ob eine lebenslange Sexualität mit oder ohne Präputium (Junge) oder Klitorisvorhaut (Mädchen) verwirklicht wird, möge der Bundestag beschließen, in das Bürgerliche Gesetzbuch Buch 4 Familienrecht Abschnitt 2 Verwandtschaft Titel 5 Elterliche Fürsorge § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge einzufügen:

    § 1631d
    Verbot der rituellen Genitalmutilation

    Die Eltern können nicht in eine rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung ihres Sohnes (Zirkumzision) oder ihrer Tochter (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) einwilligen. Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung einwilligen. § 1909 findet keine Anwendung.

    http://eifelginster.wordpress.com/2012/07/21/297/

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  9. Lausanne (Schweiz) 1996. In ihrem Offenen Brief (Open Letter to Fourth International Symposium on Sexual Mutilations) kritisierte die britisch-jüdische Ärztin und Psychotherapeutin Jenny Goodman rituelle Vorhautbeschneidung kleiner Jungen so:

    Ich bin zuversichtlich, dass mein Volk so viele lebensbejahende, lebensfreudige und erkenntnisbringende Traditionen hat, dass unsere Identität und kulturelle Selbstachtung ohne Probleme überleben wird, wenn wir über die Beschneidung hinauswachsen, die ein grausames Relikt ist, das ich immer als eine Abweichung vom Herzen meiner Religion empfunden habe.

    I am confident that my people have such an abundance of life-enhancing, life-affirming and mind-opening traditions, that our identity and sense of cultural self-heed will happily survive our outgrowing of circumcision, a cruel relic which has always felt to me like an aberration at the heart of my religion.

    http://www.cirp.org/pages/cultural/goodman.html

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  10. Ich finde ja das Zunähen der weiblichen Schamlippen sehr interessant. Als Argument, nicht als Fetisch, wohlgemerkt. Zwar wird es immer nur zusammen mit FGM praktiziert, aber nehmen wir es doch mal einzeln: Es hat zweifellos Vorteile, da vernähte Schamlippen bei Mädchen das Infektionsrisiko klar senken, vom Risiko einer Teenager-Schwangerschaft ganz zu schweigen.
    Und der Eingriff ist viel leichter als eine Beschneidung, da nichts weggeschnitten wird. Die paar Löcher, die bleiben, sind tatsächlich nicht schlimmer als Ohrlöcher.

    Daher: wenn wir Beschneidungen an kleinen Buben zulassen, dann müssen wir auch zulassen, dass kleine Mädchen ihre Schamlippen vernäht bekommen. Aber das will komischerweise keiner…

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    • wie? du bist dafür das man kleinen mädchen die schamlippen zunäht? und wer soll das dann wieder aufschneiden? der ehemann?

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        • mädchen werden im alter von 14-16 normalerweise das erste mal gynäkologisch untersucht was auch außerordentlich wichtig ist, wie soll das zugenäht denn möglich sein? türlich muss der arzt/die ärztin da reinschauen um zu untersuchen, vorsorgeuntersuchungen durchzuführen usw. da ist es schlecht machbar bis zur hochzeit zugenäht zu bleiben, überhaupt wie soll das menstruationsblut durch so ein winziges löchlein fließen? das ist unhygienisch und führt dazu das frau untenrum ziemlich stinken würde wenn das blut schlecht abfließen kann… und wären die männer damit einverstanden bis zur hochzeit auf den sex zu warten?

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          • bis zur hochzeit warten? nix da schnegge die stoß ich vorher auf

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        • in afrika wird das aber nicht in kliniken gemacht *lachen muss* da gibts nur entweder aufstoßen oder aufschneiden

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        • dann lass deine doch auch zunähen und die klitoris gleich mit entfernen wenns so einfach ist ;D

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      • Sarah, Hirn einschalten. Er ist nicht dafür, sondern zeigt den Widerspruch auf, daß das eine (jegliche Manipulation weiblicher Geniatlien) verboten ist, das Abschneiden essentiell notwendiger Teile des männlichen Genitals aber erlaubt sein soll.
        Im Übrigen ein klarer Verstoß gegen Art. 3 des Grundgesetzes.

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  11. Zugegeben, ich finde die harten Formen der weibl. Beschneidung schlimmer als die “klassische” männl. Beschneidung wie sie im Judentum und Islam praktiziert wird. Ich finde es aber noch viel, viel schlimmer, wenn ein Mensch -EGAL WELCHEN GESCHLECHTS ODER ALTERS- unfreiwillig, gegebenermaßen auch aus Altersgründen so verstümmelt wird. Man sollte jeden einzeln fragen, ob er oder sie diese Beschneidungen möchten- und erst dann, wenn sie alt genug sind, die Konsequenzen zu kennen und zu verstehen und ohne Zwang frei zu entscheiden.

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  12. Betr.: “”Eltern lassen ja auch Segelohren korrigieren”

    “Etwas ähnliches gilt für andere ästhetische Eingriffe wie schiefe Zähne ……”
    Widerspruch!
    Die Korrektur “schiefer” Zähne ist KEINE (nur) ästhetische Korrektur.
    “Schiefe Zähne” erzeugen nur schwer zu reinigende Retentionsstellen für Speisereste und befördern somit die Entstehung von Karies, sie behindern die korrekte Kaufunktion (Abbeißen und Zermahlen der Nahrung) – ja verhindern die Abbeiß- und Mahlbewegungen manchmal sogar [Offener Biß, Progenie, Kreuzbiß....] – und lassen somit nicht korrekt durchgekaute Nahrung in den weiteren Verdauungstrakt gelangen, was Magen und Darm die Arbeit zumindest erschwert! Der Begriff “Verzahnung”, bei dem die meisten wohl zunächst an Zahnräder denken, stammt nicht umsonst von den Zähnen! Korrekte Zahnstellung ist DIE Voraussetzung für einen richtig funktionierenden Verdauungstrakt (von dem der Mund der Anfang ist)!
    Bei der Korrektur von Zahnfehlstellungen handelt es sich keineswegs um “Ästethik” (die ist ein erfreulicher Nebeneffekt), sondern um die Korrektur/Heilung krankhafter Zustände, also um eindeutig medizinisch indizierte Maßnahmen! Nicht umsonst heißt das Fachgebiet von Zahnärzten richtig Zahn- (!), Mund- (!) und Kiefer(!)krankheiten! Das stomathognathe System ist viel komplexer als den meisten Menschen bewußt ist!
    Ein Zahnarzt

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    • @dentix07 (((“Widerspruch!
      Die Korrektur “schiefer” Zähne ist KEINE (nur) ästhetische Korrektur.”)))

      Du hast vollkommen recht, und deshalb haben wir ja auch geschrieben “etwas Ähnliches” und “ästhetische” und haben im Nachfolgenden nur die Segelohren behandelt.

      Segelohren sind und bleiben das beste Argument, was Beschneidungsbefürworter haben.

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  13. Ich bin Christ und gegen Beschneidung, vielen Dank für die vielen interessanten Argumente.

    Aber ich bin auch dagegen Beschneidung von Kindern zu verbieten.
    Für mich ist die Religionsfreiheit ein großes Gut und da ein Kind nun mal zu seinen Eltern gehört und bei allem dabei sein und auch miterleben will, gilt die Religionsfreiheit auch für das Kind. Denn Kinder die ohne Religion aufwachsen habe Defizite, ihnen fehlt etwas (als ehemaliger Atheist mit einer unreligiösen Erziehung weiß ich wovon ich spreche) und dieses Defizit wiegt schlimmer als eine Vorhaut.
    Wichtig: Es kann nur medizinische oder tief-religiöse Gründe für eine Beschneidung geben. Alles andere ist Unsinnig.

    PS: Mohammed hat über die Beschneidung von Frauen auch seine Meinung geäußert und einer Beschneiderin lediglich angeraten nicht alles wegzuschneiden. Eine “kleine” Beschneidung von Mädchen ist somit durchaus islamisch. Diese Argumentation ist nicht meine Erfindung, sondern wird von vielen Muslimen als Befürwortung von Beschneidungen aufgeführt.

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    • > Ich bin Christ und gegen Beschneidung…

      Ich fahre einen Opel Vectra und bin gegen Beschneidung.
      Ich trinke meinen Kaffee schwarz und bin gegen Beschneidung.
      Ich habe Blutgruppe A+ und bin gegen Beschneidung.
      Halte ich für genauso erwähnenswert.
      Nichts für ungut.

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  14. GOTT sei dank wurde ich in einem Land und einer Kultur geboren, wo es keine Beschneidung gibt!

    So eine widerliche, perverse Barbarei unter dem Deckmantel der Religion; und diese Barbarei wird nun (wieder einmal) unter dem Deckmäntelchen von “Religion” auf höchst absurde, verlogene Weise verteidigt!

    Der GESUNDE MENSCHENVERSTAND alleine sollte ausreichen, um so ein schreckliches Ritual ein für allemal zu verbieten; aber gesunder Menschenverstand ist auf diesem Planeten so selten, dass er eine verdammte Superkraft ist!!!

    Ich weiß als (Gott sei dank) intakter Mann zu sagen, wie wertvoll und LUSTVOLL eine Vorhaut ist!

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  15. Der Ethikrat hat zu dem Beschneidungsurteil ein gar unethisches Urteil gefällt. Beschneidungen dürfen in Deutschland weiter vorgenommen werden, wenn sie nur unter Medizinischer Aufsicht vorgenommen wird.Der Erlanger Theologe Peter Dabrock argumentierte in seinem Kurzreferat. Ich zitiere aus dem Wochenblatt: Das Kindeswohl und eine aus religiösen Gründen vorgenommene Beschneidung an nicht-einwillungsfähigen Jungen nicht unvereinbar seien. Eine Beschneidung zu verhindern, wäre zudem “ein schwerer Eingriff in die positive Religionsfreiheit jüdischer und muslimischer Menschen”.

    Mit dem gesunden Menschenverstand ist die Argumentation überhaupt nicht nachvollziehbar denn, wenn Gott den Menschen ohne Vorhaut hätte, haben wollen hätte er uns so auch geschaffen. Alles andere ist kulturell begründete Rechtfertigung von Verstümmlungen.

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    • @ Thomas G. – ganz genau! Unethisch ist noch freundlich formuliert! Absolut widerlich wäre schon treffender! Und sowas in einem sogenannten zivilisierten Land, dass sich seit Jahrzehnten damit rühmt, die “Würde des Menschen” nicht anzutasten… aber als Deutscher auch nur IRGENDETWAS gegen muslimische oder (Gott bewahre) JÜDISCHE Gebräuche zu sagen… ähem… schon klar, als was man dann wieder einmal bezeichnet wird!

      Schon seltsam… könnte es mir als echtem Deutschen doch sowas von egal sein, was diese Leute mit ihrem Nachwuchs machen… wer die Widersprüche in der gesamten Diskussion findet, darf sie behalten.

      Wie auch immer: Wenn DAS der Weisheit letzter Schluss ist; also das so ein perverses Ritual weiterhin vorgenommen wird – im Deutschland des 21. Jahrhunderts… dann kann man nur (wieder mal sagen): ARMES DEUTSCHLAND!!!

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  16. Wir befinden uns im Jahre 2012 und leider finden immer noch Beschneidungen statt, auch selbst noch im noch so “aufgeklärten” Europa. Daher finde ich es sehr wichtig, dass weiterhin auf dieses Thema hingewiesen wird und es nicht in Vergessenheit gerät.
    Jedoch möchte ich anmerken, dass so gut ich diesen Beitrag finde, ich jedoch trotzdem es falsch finde, die männliche und weibliche Beschneidung gleich zu setzen.
    Im Blog werden betroffene Männer zitiert, wie sie beschreiben, welche Auswirkung die Beschneidung auf ihr Empfinden hat und das sie dadurch weniger empfindungsfähig geworden sind.
    Bei der weiblichen Beschneidung wird in vielen Fällen nicht “einfach nur” die Klitoris entfernt, sondern auf die äußern und inneren Schamlippen und die Wundränder werden zusammen genäht, so das den betroffenen Mädchen nur noch eine Stecknadel große Öffnung für das Urinieren und das Menstruationblut bleibt. Falls der Mann sie dann nicht selbst “aufstoßen” kann, wird zum öffnen, um den Geschlechtsverkehr vollziehen zu können, auch gerne ein Messer zu Hilfe genommen. Oft werden diesen Frauen die Vaginalöffnung nach der Geburt eines Kindes wieder zusammen genäht. Dies bedeutet nicht nur, dass die betroffenen Frauen weniger beim Sex empfinden, sondern die Schmerzen immer wieder durchleiden müssen.
    Ich schreibe dies nicht, um zu sagen, dass die weibliche Beschneidung schlimmer ist, denn ich glaube einfach, man kann es nicht vergleichen.
    Abgeschafft gehört beides !

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    • Was wurde denn oben geschrieben? Hirn einschalten und nochmal lesen.
      Was Du anstellst, ist wieder der übliche Schmuh, indem Du die schlimmste Form der weiblichen Beschneidung als Vergleich heranziehst. Bei uns ist hingegen jegliche Form der weiblichen Beschneidung verboten, auch die Entfernung der kleinen Clitorisvorhaut, während die große Penisvorhaut ganz legal abgeschnitten können werden soll.

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  17. du bist ja sehr anti-feministisch eingestellt, was bringt dich zu der erkenntnis eine klitorisentfernung sei kein schlimmer eingriff? und würde die lebensqualität der frau nicht einschränken? in afrika fesseln und knebeln sie 11-jährige mädchen um ihnen die klitoris sowie die inneren (kleinen) schamlippen zu entfernen und danach den gesamten vaginalbereich zuzunähen so das nur ein winziges löchlein für den urin bleibt, damit auch alles zuwächst fesselt man die mädchen etwa 14 tage lang d.h. die beine werden zusammengebunden… ich bin keinesfalls für die männliche beschneidung, ich bin der meinung jeder mensch sollte selbst entscheiden ob er so etwas an sich vornehmen lassen möchte oder nicht es sollte verboten werden über die köpfe von kindern so etwas zu entscheiden – das gilt sowohl für die männliche als auch für die weibliche beschneidung, beides gehört meiner meinung nach abgeschafft da es für beides keine vernünftigen gründe gibt.

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    • Das Fesseln und die 14 Tage werden ja deshalb gemacht, weil man keine sterile Umgebung hat.
      Unter sterilen Bedingungen in einer Klinik würde das ja entfallen.

      Darum geht es ja! Denn eines der Argument für Beschneidung ist ja “Das ist ein kleiner Eingriff. Ganz steril.”. Sobald man also die Klitorisentfernung in einer Klinik durchführen würde (wird ja bereits so gemacht!), würde dieses Argument (“Fesseln”, “Mehrere Tage zusammenbinden”) nicht mehr gelten.

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      • dann sollte man sich aber dagegen einsetzen das es irgendwo in afrikanischen dörfern weitab der zivilisation durchgeführt wird, es ist ein wirklich traumatisches erlebnis für die betroffenen

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        • Das wird doch auch längst getan.
          Darum geht es doch die ganze Zeit, daß weibliche Beschneidung ganz, ganz schlimm ist, die männliche aber völlig in Ordnung. Obwohl die verbotene Entfernung der Clitorisvorhaut weit weniger negative Folgen hätte (weil durch die Schamlippen immer noch Schutz und feuchtes Milleu drumherum) als die erlaubte Entfernung der Penisvorhaut (bei der überhaupt kein Schutz mehr übrig bleibt).

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      • fesseln… gottes willen nicht das noch jemand geil wird (zum geil werden ist das thema garantiert nicht) aber das “fesseln” dient einzig und allein dazu das die mädchen ihre beine nicht im geringsten spreizen können damit dort untenrum auch alles bis auf ein winziges löchlein zuwächst, würden sie ihre beine bewegen und spreizen können wäre das ergebnis wohl nicht so “gut”

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  18. ich bin allerdings immernoch der meinung das man männl. und weibl. beschneidung nicht vergleichen kann, die männl. und die weibl. sexualorgane sind zu verschieden als das man sie mit irgendwelchen nervenendungen vergleichen könnte, es ist einfach nicht dasselbe. wo wir bei einer interessanten frage angelangt wären: fühlen sich der männl. und der weibl. orgasmus wohl gleich an?

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  19. Würde gerne mal sonenges zugehähtes Loch vögeln…das muss spass machen. Hat jemand so eine Negerhure am start? Viva Africa ;)

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    • Was du hier so vulgär ausdrückst, ist in der Tat einer der Beweggründe für die Infibulation: Das höhere sexuelle Vergnügen des Mannes, einen engeren Geschlechtseingang zu penetrieren.

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    • Ja gebt mir mal so ne zugenähte f*tze, in 3 stößen stoß ich die auf

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    • hat mal wer nen bild von so ner zugenähten f*tze? muss ja geil aussehen am liebsten auch noch ohne äußere schamlippen, die stören ja nur kann man doch eh wegschneiden sieht dann sowieso besser aus

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    • ja da könnte man doch einiges mehr wegschneiden, die arme und beine der frau z.b. ich meine wär halt praktisch

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    • ja da bin ich aber auch dafür, arme und beine ab!

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  20. Sebastian, SarahNoir, Frauenhasser, son typ etc sind übrigens ein und derselbe Kommentator.

    Der Sprache und den primitiven Versuchen, Männer zu emulieren, nach zu urteilen, handelt es sich dabei um eine Frau.

    Eine Feministin in Aktion.

    Femastasen können es halt nicht ausstehen, wenn mal ihr alleiniger Opferstatus in Frage gestellt wird.

    Sehr schön.

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  21. ich kann nur nicht nachvollziehen wieso du hier vorteile der weibl. beschneidung aufführst und nur nachteile der männl. beschneidung, wir reden die ganze zeit nur pro und contra weibl. beschneidung dabei sollte es in beiden fällen männl. sowie weibl. beschneidung ganz klar contra heißen eine verstümmelung ist nicht gut zu heißen ganz gleich ob beim mann oder bei der frau ich bedauere es übrigens das du auf die arten und methoden der männl. und weibl. beschneidung ( ja bei der männl. sowie bei der weibl. beschneidung gibt es mehrere methoden) nicht eingegangen bist, das die männl. beschneidung nicht gut zu heißen ist der meinung war ich schon vorher, keine sorge ich hatte mich bereits ausführlich mit dem thema beschäftigt und bin ganz klar dagegen nur das du die weibl. beschneidung nun befürwortest erstaunt mich doch

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  22. als feministin sehe ich mich übrigens nicht, ich bin im realen leben glücklich vergeben, ja sogar an einen mann ;p und studiere, im moment habe ich semesterferien und daher leider viel zeit aber sobald die zu ende sind hab ich wieder wichtigere sachen zu tun als über männer nachzudenken die aus irgendwelchen gründen frauen hassen, schöne grüße

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  23. mein standpunkt zum feminismus sieht folgendermaßen aus: in deutschland und europa haben frauen genügend rechte und mittel sie durchzusetzen und das ist auch gut so, daran müsste man doch im prinzip nichts ändern in anderen ländern sieht es nur viel schlechter aus und für die menschenrechte in diesen ländern sollten wir uns stark machen, ich unterstütze übrigens AmnestyInternational wenn die menschenrechte in allen ländern durchgesetzt werden brauchen wir keine frauenrechte, kinder sollten trotzdem mit speziellen rechten geschützt werden und wenn all diese rechte endlich in allen ländern anerkannt sind und durchgeführt werden braucht denke ich niemand mehr von gleichberechtigung zu reden

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  24. Toller Beitrag. Es ist eine Schande, wie der neoliberale Feminismus (ich nenne das Ganze “Schwarzerismus”) durch geschlechtertrennende Maßnahmen wie der männlichen Genitalverstümmelung zur kapitalistischen Exploitationsstruktur beiträgt.

    Wenn du jetzt noch erkennst, dass Männerrechte in Wirklichkeit eine Angelegenheit der politischen Linken ist (der echten, sozialistischen Linken) und dass die Ehe zwischen Kapitalismus und Demokratie vor dem endgültigen Aus steht, wird aus dir noch ein richtiger Mann werden!

    Bedenke: In der ansonsten natürlich sehr bösen Sowjetunion war die Knabenbeschneidung illegal! In den von dir vergötterten USA dagegen ist Jungenverstümmelung großer Kapitalismus! Du willst doch nicht etwa mit so einem sozialistischen Beschneidungsverbot einen staatlich bevormundenden Eingriff in die freie Unternehmenskultur gutheißen, oder?

    Dein Beitrag ist jedoch wirklich toll. Als Opfer einer typisch deutschen Radikalkur für “Phimose” (“diagnostiziert” als ich keine zehn Jahre alt war) bin ich erschüttert darüber, wie Männern in unserem spätkapitalistischen Unrechtsstaat jegliche auch nur potentielle Opferrolle kategorisch abgesprochen wird. Sybille Berg schmierte im (eben typisch neoliberalen) Spiegel von “kleinen Männern”. Da wurde mir schlecht.

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    • Da hatte ich zum Glück bessere Ärzte. Meine Kinderärztin stellte eine leichte Phimose fest, meinte, daß diese nicht unbedingt behandelt werden müsse, sich auch von selbst lösen könne, aber, falls das nicht passieren sollte, eine spätere Behandlung schwieriger werden könne, weshalb ich schließlich beim Chirurgen landete. Beschneidung war für meine Mutter überhaupt keine Option, für den Doc allerdings auch nicht. Ein kleiner Längsschnitt, der quer gezogen und vernäht für Entlastung sorgte, schon war die Sache erledigt. Und hätte meine Mutter mir nicht davon erzählt, wüßte ich es nicht einmal, denn zu merken ist davon nichts.
      Ich vermute sehr stark, daß sehr häufig eine angebliche Phimose nur ein Versuch ist, einer irgendwie traditionell motivierten Beschneidung eine medizinische Rechtfertigung vorzuschieben.
      Denn medizinisch sehe ich überhaupt keinen Grund, da etwas abzuschneiden, selbst bei einer starken Verengung. In der plastischen Chirurgie wird mit Implantaten Haut gedehnt, um diese später für die Abdeckung einer Wunde o.ä. hernehmen zu können. Von Brustvergrößerungen beispielsweise ist bekannt, daß man nicht in einem Schritt von A auf D gehen kann, sondern Stück für Stück vorgehen muß, da die Haut sich erst dehnen muß. Aber ausgerechnet die dünne, weiche, flexible Vorhaut muß dann halt ab, anstatt einfach Stück für Stück gedehnt zu werden? Klar, gibt für die Ärzte weniger Arbeit und mehr Geld. Irrsinn.
      Sollte eines meiner Kinder jemals eine wirkliche Phimose entwickeln, wird entweder nur so ein kleiner Entlastungsschnitt gemacht wie bei mir oder ganz konservativ gedehnt, nichts anderes. Punkt.

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  25. “Was nun aber passiert mit der Libido einer Frau, die keinen Kitzler mehr hat?
    Vor allem diese Dinge: Weil sich die Libido nicht mehr durch einfache äußere Stimulation entladen kann…
    …suchen Frauen, denen man die Klitoris entfernt hat, in viel stärkerem Maße nach erfüllender Penetration (= nach einem Mann)
    …konzentriert sich das sexuelle Verlangen nicht auf ein einziges Zentrum (die Clitoris), sondern ist unlokalisierter. Man könnte sagen, dass der gesamten Frauenkörper sich plötzlich nach Berührung sehnt (sozusagen in eine große erogene Zone verwandelt) und starkes Berührungsverlangen ausstrahlt und selbst in beiläufigen Blicken immer viel Sexualität mitschwingt, die nach Entladung sucht…
    .. die aber nur durch langen intensiven Sex zu befriedigen ist (= mit dem eigenen Mann)”

    Aha. Frauen ohne Klitoris sehnen sich also nach Berührung und in ihren beiläufigen Blicken schwingt immer viel Sexualität mit. Spannend. Und sie sehnen sich natürlich alle nach dem eigenen Mann. Nicht eventuell nach einer Frau? Oder einem Dildo.
    Wo genau war noch mal die wissenschaftliche Quelle, wo ich das nachlesen kann? Ich bin selbst männlich, aber das hier ist der größte chauvinistische Unsinn, den ich seit vielen Monaten gelesen habe.

    “weil Quickies oder One-Night-Stands nicht so auf die spezifischen körperlichen Bedürfnisse eingehen können (denn es genügt ja nicht mehr das Standardverfahren “Druck aufs Klitoris-Knöpfchen”)
    und weil nicht-klitorale Orgasmen nicht so ermüdend sind wie klitorale Orgasmen und es somit länger dauert bis der weibliche Appetit gesättigt ist…”
    Quelle?

    Die männliche Beschneidungssache hast du ja ganz gut erläutert, und das finde ich auch gut, aber dieses Kapital macht deinen ganzen Eintrag angreifbar. Ich würde das dringend editieren, weil es schlichtweg Unfug ist.

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    • @torvon (((“Nicht eventuell nach einer Frau? Oder einem Dildo.”)))

      Oder vielleicht auch eventuell nach einem Hund. Oder einem Transsexuellen. Oder einer Faust.

      Darum ging es doch hier überhaupt nicht. Es ging um die Verschiebung der Art des Sex zu “Penetration” statt “äußere Reibung”.

      @torvon (((“Ich bin selbst männlich, aber das hier ist der größte chauvinistische Unsinn, den ich seit vielen Monaten gelesen habe.”)))

      Bondowomen elders believe and teach that excision improves sexual pleasure by emphasizing orgasms reached through stimulation of the g-spot, which is said to be more intense and satisfying for an experienced woman. Excision of the protruding clitoris is said to aesthetically and physiologically enhance the appearance of the vulva and facilitate male/female coitus by removing any barrier to complete, full and deep penetration. According to the women I interviewed, sexual foreplay is complex and requires more than immediate physical touch: emphasis is on learning erotic songs and sexually suggestive dance movements; cooking, feeding and feigned submission, as powerful aphrodisiacs, and the skills of auralsex (more than oralsex), are said to heighten sexual desire and anticipation. Orgasms experienced during vaginal intercourse, these female elders say, must be taught and trained, requiring both skill and experience on the part of both partners

      @torvon (((“in ihren beiläufigen Blicken schwingt immer viel Sexualität mit. Spannend.”)))

      Das mit der “sexuellen Ausstrahlung” ist natürlich subjektiv, deshalb lässt sich darüber streiten. Die Hadithen umschreiben den Effekt wohl am besten: “it brings more radiance to the face”. Da aber weder wir (noch wahrscheinlich du) Moslems sind, sollte jeder für sich selbst entscheiden, wie er das Ganze auffasst. Vielleicht ist es am besten, man pflegt persönlichen Kontakt mit vielen beschnittenen Frauen, sodass man selbst einen Eindruck gewinnen kann von der anderen Art der (Aus)Strahlung.

      @torvon (((“Und sie sehnen sich natürlich alle nach dem eigenen Mann. ”)))

      Wohl nicht immer nach dem eigenen Mann, manchmal auch nach irgendeinem Mann:

      Among some Fula mothers and grandmothers in certain cases request a procedure called “sealing” during a young girls circumcision (Daffeh et al., 1999). This involves stiching of the labiae minorae, leaving a small hole for menstruation and urine, a practice that is similar to full infibulation. I often heard stories (from non-Fula) about how Fula girls are “virgins” at the time of marriage, yet become “promiscious after tasting sex” with their husbands.

      Dabei ist der Begriff “promisk” nicht ganz eindeutig, denn er könnte entweder als “häufig” oder “fremdgeherisch” übersetzt werden.

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  26. Vielen Dank für diese gelungene Zusammenfassung.

    Da Dir wegen der fehlenden Zitatquellen der Doktortitel nicht entzogen werden kann, sind diese recht egal. Ein jeder der sich NOCH tiefgehender mit dem Thema beschäfttig sollte in der Lage sein diese zu finden.

    Ich bin selbst beschnitten und kann die sexuellen Auswirkungen durchaus bestätigen, auch wenn ich es OHNE gar nicht erlebt habe. Ich erlebe es nur seit Jahren, dass ich eine extreme Orgasmusschwäche habe. Das ist nicht spaßig. Selbst das Onanieren bereitet mir größte Schwierigkeiten.

    Es ist sehr erschreckend, dass es bei diesem Thema immer auf einmal um Feminismus usw. gehen muss.

    Es geht einfach nur um Menschenrechte. Ein Mensch wird verstümmelt, was zu einer Störung seiner Sexualität und zu Störungen der Psyche führen kann. Hierbei ist das Geschlecht vollkommen egal. Hierbei ist die sexuelle Ausrichtung vollkommen egal.

    Ich bin erschreckt, dass sich der Mensch nach wie vor erlauben will, Kinder zu verstümmeln.

    Ich wünschte, ich könnte wenigstens EINMAL in meinem Leben Sex mit einer intakten Vorhaut haben, um einmal zu spüren, wie es ist, kein gefühlsloses Teil zwischen den Beinen zu haben.

    Ich sezte einen Link auf Deinen Artikel. Leider habe ich ihn erst heute entdeckt. Aber immerhin noch im Jahre 2012. :D

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  27. Im letzten Satz von Kap. “Das bisschen Vorhaut. Unnötig wie Blinddarm/ Mandeln/ Weisheitszähne.” hat sich ein Fehler eingeschlichen: “Die ? Eichel ? ist also nicht etwa nutzloses überschüssiges …”

    Danke für den großartigen Blog

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  28. dein beitrag ist traurig!
    es ist sehr traurig, wie du die weibliche beschneidung verharmlost! es sind beide nicht in ordnung, aber mit einem normalen vergleich hat dein artikel nichts zu tun !!
    kleiner tipp: inhaltsverzeichnis -> dein text hat keine struktur !

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    • @hanna (((“es sind beide nicht in ordnung, aber mit einem normalen vergleich hat dein artikel nichts zu tun !!”)))

      Übersetzung “normaler Artikel” = wie in der Systempresse = Verharmlosung von männlicher Beschneidung.

      @hanna (((“kleiner tipp: inhaltsverzeichnis -> dein text hat keine struktur !”)))

      Oben rechts.

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  29. Jetzt muss man dazu wissen, dass Smegma nicht etwa Schmodder ist, der sich wie bei einer Küchenabzugshaube ansammelt, sondern dass Smegma von der Vorhaut AKTIV PRODUZIERT wird und physiologische Zwecke hat, z.B.

    Smegma hält die Eichel feucht und nährt sie
    Smegma dient als Gleitmittel beim Geschlechtsverkehr
    Smegma tötet Bakterien
    Smegma schützt vor Krebs

    Während die Vorhaut also tatsächlich eine Schutzfunktion hat, hat der Kitzler so eine Funktion nicht. Wenn man also einem Kind etwas so Funktionelles wie die Vorhaut wegamputiert und man das kleinzureden versucht mit “Prophylaxe” oder “Hygiene”, dann könnte man Mädchen erst recht in der radikalsten aller Arten beschneiden,

    denn der Kitzler hat keine Schutzfunktion
    die Infibulation (= das Vernähen der Schamlippen) dient tatsächlich einer Infektionsprophylaxe
    weibliche Intimzonen sind viel unhygienischer als männliche (und produzieren übrigens auch Smegma)
    das Lecken von weiblichen Vulvas ist der wahrscheinliche Grund für die rapide Zunahme an Mund- und Rachenkrebs bei Männern (“Oral Sex May Cause More Throat Cancer Than Smoking in Men”)
    _________________________________________________________
    1. Smegma des Mannes schützt vor Krebs aber das von Frauen verursacht Krebs bei Männern, die Oralverkehr betreiben. Sehr interessant. Gutes Smegma, böses Smegma…. Beweise? Übrigens kann es durch mangelnde Hygiene und eine damit verbundene bakterielle Zersetzung des Smegmas unter der Vorhaut zu Entzündungen bis hin zu Peniskarzinomen kommen.
    DEUTLICH SICHTBARES Smegma bildet sich nur bei mangelnder Intimhygiene! Sowohl beim Mann als auch bei der Frau!

    2. Rein anatomisch entspricht der weibliche Kitzler, den übrigens alle weiblichen Säugetiere besitzen, der männlichen Eichel. Je nach Genpool entwickelt sich aus einem “Grundgerüst” dann das männliche bzw. weibliche Geschlechtsorgan während der Schwangerschaft. Wenn man also behauptet, die Klitoris ist kein physiologisch wichtiger Teil des weiblichen Körpers, dann würde eine adäquate Umsetzung des Beschneidens beim Mann bedeuten, die Eichel zu entfernen.
    DAS ist ein Punkt, in dem die weibliche und männliche Beschneidung nicht vergleichbar ist ( bzgl. der Entfernung der Klitoris) !
    Zudem ist es meiner Meinung nach nicht hygienischer, mit einer zugenähten Vagina zu leben, denn Menstruationsblut und Urin, die nicht ungestört abfließen können, verursachen Schmerzen, Infekte, Entzündungen usw.

    3. Egal, welche Art der Beschneidung durchgeführt wird, nach einem Schnitt gibt es immer eine Narbe. Und Narben sind eben Wunden, die ein Leben lang bleiben und Probleme machen können.

    4. Es handelt sich um einen Eingriff in die Integrität, der nicht wieder rückgängig gemacht werden kann. Allein deshalb bin ich gegen Beschneidung.

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  30. Ich bin halb beschnitten und was hier behauptet wird ist absoluter Unsinn :D Weder ist meine Eichel zweifarbig, noch an der Spitze taub oder sonst was. Die obere Hälfte entspricht der unteren völlig.

    Ich war ja eigentlich noch am lesen und staunen. So viel frei erfundener Mist ist schon beeindruckend. Wie kann sich ein einziger Mensch so viel Zeit nehmen sooooo viel Käse zu schreiben? Es werden durchgehend haarstreubende Tatsachen behauptet, aber wo sind die Quellen?

    Und noch etwas. Ja, ich BIN gegen diese gegen dieses “Mann-auf-Baby-Gesundheitsrituatl”, doch die einzige “Antwortmöglichkeit” in diese Richtung geht einher mit “ich bin ein intoleranter indophober Rassist”. D.h. wenn man ein Problem damit hat, dass sich ein Erwachsener Mann mit beiden Füßen auf ein Baby DRAUFSTELLT, dann ist man Rassist! Alles klar! :) Das ist ungefähr das Niveau von dem auf Grundschultafeln zu lesenden Prank “Wer das liest ist doof” :D

    VA:F [1.9.22_1171]
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    • Hallo Bob, ich glaube, du hast diese Aufzählung von Argumenten falsch verstanden.
      Das sind Argumente, die während der Beschneidungsdebatte gebetsmühlenartig wiederholt wurden, nur eben angewendet auf das Mann-auf-Baby Ritual, da es dem Baby ebenso schadet. Und wer gegen diese Methode ist, wird als “intoleranter indopher Rassist” in dieser Diskussion gebrandmarkt. Das hat nichts mit deinem Grundschultafel-Vergleich zu tun. Hier werden einfach nur die Argumente der Beschneidungsdebatte für dieses Ritual recyclet, um diese Argumente als das zu entlarven was sie sind, totaler Schwachsinn.

      Ich bin ebenfalls halb beschnitten, aufgrund einer im Kindesalter aufgetreten Verengung, ich kann ebenfalls keine farblichen Unterschiede feststellen, kann natürlich an meinem Alter liegen (24).
      Aber es stimmt schon, man braucht beim Sex deutlich länger, weil Stimulation fehlt, besonders bei Verwendung von Kondomen.

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  31. Bis zu einem gewissen Grad fand ich den Artikel gut. Nämlich da, wo es um die Bagatellisierung eines Verbrechens an jungen Buben geht. Ab einem Punkt hat es mich gestört. Es ist erwiesen, dass Frauen ohne Klitoris keinen Orgasmus mehr bekommen können und dass die Beschneidung bei der Frau den Sinn und Zweck hat ihre Sexualität auszulöschen, so dass sie das Eigentum eines Mannes wird. Diese Frauen leiden ein Leben lang und du beschreibst es ja gerade so, als müsste frau sich so was als die Erfüllung schlechthin geradezu herbei sehnen. Was für ein chauvinistischer Schwachsinn! Schamlippen zusammen nähen ist hygienisch? Wenn das Regelblut nicht richtig abfließen kann, leidet die Frau an höllischen Bauchschmerzen, und wenn die Scheide beschnitten wird, dann verliert sie an Elastizität, was zum Kindstod führen kann. So viel zu FGM, woran schon zu viele Mädchen gestorben sind, weswegen du dich für jede Verharmlosung in deinem Artikel in Grund und Boden schämen solltest! Die Zwangsbeschneidung an Knaben ist natürlich ein Verbrechen und gehört absolut und rigoros verboten. Ganz allgemein gilt für mich: Kindern, die nicht nach ihrer Meinung gefragt werden, solche Dinge überhaupt zuzumuten ist Missbrauch.

    VA:F [1.9.22_1171]
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    • @Kritisch(((“ Es ist erwiesen, dass Frauen ohne Klitoris keinen Orgasmus mehr bekommen können”)))

      Frauen können sehr wohl einen vaginalen Orgasmus erleben, auch ohne oder mit angeritzten Kitzler.

      @Kritisch(((“Schamlippen zusammen nähen ist hygienisch? Wenn das Regelblut nicht richtig abfließen kann, leidet die Frau an höllischen Bauchschmerzen, und wenn die Scheide beschnitten wird, dann verliert sie an Elastizität, was zum Kindstod führen kann”)))

      Artikel nicht verstanden: Check.
      Bitte verstehe den Kontext, es ging in dem Abschnitt darum, dass bei Jungen damit argumentiert wird, dass das entfernen der Vorhaut hygienisch ist, also könnte man mit diesem Argument, welches gerne von Beschneidungsbefürwörtern ( natürlich nur bei Jungen) verwendet wird, auch bei Mädchen anwenden, das ist aber keinesfalls eine Verharmlosung noch Forderung

      @Kritisch(((“So viel zu FGM, woran schon zu viele Mädchen gestorben sind, weswegen du dich für jede Verharmlosung in deinem Artikel in Grund und Boden schämen solltest!”)))

      Ach und die Jungen, die an sowas sterben sind dir egal? Tolles Weltbild hast du da.

      VA:F [1.9.22_1171]
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  32. An meinem Weltbild ist alles in Ordnung. Ich finde beides schlecht. Offenbar hast du meinen Kommentar nicht verstanden. Zitat: Die Zwangsbeschneidung an Knaben ist natürlich ein Verbrechen und gehört absolut und rigoros verboten. Ganz allgemein gilt für mich: Kindern, die nicht nach ihrer Meinung gefragt werden, solche Dinge überhaupt zuzumuten ist Missbrauch. Zitat Ende. Wie steht es mit eurem Weltbild? Ach, was frage ich überhaupt. Bei so viel Polemik ist wohl kaum noch genug gesunder Menschenverstand übrig.

    VA:F [1.9.22_1171]
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    • @Kritisch(((“Die Zwangsbeschneidung an Knaben ist natürlich ein Verbrechen und gehört absolut und rigoros verboten”)))

      Ok, da bin ich mit dir einer Meinung.

      @Kritisch(((“Wie steht es mit eurem Weltbild?”)))

      Sehr gut, danke der Nachfrage.
      @Kritisch(((‘Polemik”)))
      Merkste selbst, ne? Anderen Polemik vorwerfen und selbst anwenden.
      Ach übrigens, was stört dich denn genau an dem Artikel?

      VA:F [1.9.22_1171]
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  33. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Genitalverstümmelung ist zur Hauptsache ein Problem in Ländern, in denen die Männer Frauen unterdrücken, rücksichtslose Machos sind und sich selbst beweisen wollen, wie potent und männlich sie angeblich sind. Der Männlichkeitswahn wiederum ist ein Grund für das weltweite Bevölkerungswachstum, das insgesamt zur grössten Bedrohung der Menschheit geworden ist.

    Unsere Initiative für weltweite Geburtenregelungen stärkt auch die Rechte der Frauen und Mädchen, wie das Recht auf körperliche und psychsiche Unversehrtheit, sowie das Recht auf freie Entscheidung über Nachkommenszeugung und Schwangerschaft.

    Berichten Sie daher über die folgende Kampagne bei change.org für weltweite Geburtenregelungen und unterstützen Sie diese mit Ihrer Unterschrift, in Ihrer Zeitschrift und auch auf Ihrer Homepage: http://chn.ge/1bSmBDH

    Mit freundlichen Grüßen
    Achim Wolf

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    • @Achim Wolf (((“Genitalverstümmelung ist zur Hauptsache ein Problem in Ländern, in denen die Männer Frauen unterdrücken, ”)))

      Nein, um gekehrt. Genitalverstümmelung (männliche) ist hauptsächlich ein Problem in Ländern, in denen Männer unterdrückt werden.

      VN:F [1.9.22_1171]
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  34. Da schreiben wir vor anderthalb Jahren den Text (siehe oben):

    Sabine strahlt überglücklich, “Heute ist es soweit, heute werde ich eine Edelfrau!”…

    Und heute lesen wir das auf den Seiten des Fernsehsenders KIKA:

    Tahsins Beschneidungsfest

    Bald ist es so weit! Aufgeregt und voller Vorfreude blickt der elfjährige Tahsin auf das kommende Ereignis, das ihn und seinen kleinen Bruder Emir endlich zu Männern machen soll: Die Beschneidung.

    „Wenn ich beschnitten bin, dann bin ich ein echter Mann“ – freut sich Tahsin. Jeder muslimische Junge muss beschnitten werden, so verlangt es die religiöse Tradition. Häufig geschieht das im Alter von bis zu drei Jahren. Doch Tahsins Vater wollte, dass seine Söhne diesen Schritt im Leben bewusst miterleben. Und trotz aller Ängste vor dem Eingriff und vor allem vor der Betäubungsspritze, fiebert Tahsin diesem Tag entgegen.

    Für die Roma-Familien in Kesan ist die Beschneidungsfeier eines der wichtigsten Feste überhaupt. Zwei Wochen nach Tahsins Beschneidung wird es ein großes Fest mit über 400 Gästen geben und Tahsins wird auf einem Thron sitzen und viele viele Geschenke bekommen.

    Wie herzallerliebst.

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  35. Sagt mal ihr Lieben,

    spinnt ihr jetzt eigentlich total? (sorry, eigentlich war mir ein schlimmeres Wort eingefallen, aber das möchte ich jetzt nicht hier erwähnen.) Ich meine, ich gebe euch ja Recht damit, dass Beschneidungen Körperverletzung sind und um Gottes Willen – ich bin GEGEN Zwangsbeschneidungen. Die oben aufgelisteten Argumente gegen männliche Beschneidung waren mir teilweise nicht bekannt. Das ist alles sehr sehr schlimm und ich finde es auch gut, dass jemand mal die Welt darüber aufklärt, also wirklich : super gemacht! Aber ich, als Mädchen, muss auch ein bisschen was Schimpfen wegen des Teils der Argumente bei weiblicher Beschneidung. Und jetzt muss ich leider auch noch einmal etwas frech werden..

    Zunächst scheinst du hier FÜR weibliche Beschneidung zu argumentieren, den Eindruck bekomme ich jedenfalls, wenn ich das hier so lese. *schimpf schimpf schimpf* hier setze ich mal ein wenig genauer an. Ich rede von dem Teil ab hier > “Beschnittene Männer können immer noch orgasmen. Beschnittene Frauen können keinen Orgasmus erleben”<

    Undzwar zu deinen Statistiken : Wie genau stellst du dir vor, wie man da nachgefragt hat?
    Hast du eigentlich eine Ahnung, was für Schmerzen die Frau während des Verkehrs haben muss? Nein, natürlich nicht. Aber denk doch mal darüber nach, es sei denn, du bist ein grausamer Sadist, dann lass es lieber… Denn ganz ehrlich : dann spielen diese Frauen einen Orgasmus vor, damit sie nicht mehr leiden müssen. Generell wird (fast) jeder Orgasmus nur vorgespielt (das ist übrigends auch bewiesen, nur vermutlich nicht unter Zwang) Sagen wir mal, die Umfrage wurde gemacht, indem die Frager zu den Frauen nach Hause kamen. Wie sah wohl die Frage aus? Glaubst du, dass diese Frauen zugegeben hätten, dass sie keinen Spaß am Sex mit ihrem Mann hätten (der vermutlich sogar dabei war) ?
    Und nebenbei werden Statistiken auch gerne verfälscht. Also, wenn diese Frauen dort nicht gerade die extremsten Masochisten sind, stimmt etwas gewaltig an deinem Argument nicht…

    So, zu den anderen Teilen kann ich nichts sagen, weil ich es nicht besser weiß.
    Ich bin wie gesagt gegen JEDE Art von Zwangsverstümmlung. Ich finde männliche Beschneidung weder weniger noch schlimmer wie weibliche Beschneidung. Beides ist grausam UND KEINS DAVON IST GUT.

    Bitte denk doch mal über meine Worte nach, danke.
    @Kritisch ja,..aber noch mehr…

    Lumina (15 Jahre)

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    • Ein wunderbares Beispiel wie der Feminismus auch dem Nachwuchs eingetrichtert wird…

      @Lumina(((“Denn ganz ehrlich : dann spielen diese Frauen einen Orgasmus vor, damit sie nicht mehr leiden müssen.”)))

      Ich zitiere mich mal selbst: “Frauen können sehr wohl einen vaginalen Orgasmus erleben, auch ohne oder mit angeritzten Kitzler.”

      @Lumina(((“Generell wird (fast) jeder Orgasmus nur vorgespielt (das ist übrigends auch bewiesen, nur vermutlich nicht unter Zwang)”)))

      Bitte was? Ich hoffe, ich verstehe dich da falsch oder meinst du ernsthaft JEDE Frau auf der Welt spielt dem Mann etwas vor? Wohl damit sie schneller aus der Unterdrückung des Mannes kommen?
      Wo bitte ist das bewiesen?

      @Lumina(((“Und nebenbei werden Statistiken auch gerne verfälscht.”)))

      Da sagste was, aber leider immer mehr zugunsten der Frauen.

      Dein Kommentar unterschreicht mal wieder, dass Männer sich nicht so anstellen sollen bei der Beschneidung, Frauen leiden doch viel mehr *wein*
      Frauen = Immer Opfer

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  36. Sorry aber der Artikel ist irgendwie Quatsch :D Ich finds ja echt gut wie ihr über das Thema Beschneidung aufklärt und das ja auch gut, aber wieso muss da noch die Frauenhass-Keule mitschwingen? 99% aller Leute die ich kenne (Mann und Frau) sind gegen die Zwangsverstümmelung bei Männern UND Frauen und das gleichermaßen. Da sagt niemand, die Beschneidung bei Frauen ist schlimmer, oder die bei Männern ist schlimmer.
    Ihr argumentiert praktisch gegen eine kaum vorhandene Gruppe von Leuten die das behaupten, es gibt auch eine ganz kleine Gruppe von Leuten die behaupten die männliche Beschneidung wäre schlimmer, wieso argumentiert ihr nich gegen die?
    Kommt für den neutralen Leser halt so rüber, als wolltet ihr nur wieder Frauen diskreditieren.

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    • Wo liest du denn da bitte Frauenhass heraus? In dem Artikel geht es doch einzig und allein darum, dass die Beschneidung von männlichen Babys eher toleriert wird als die Beschneidung von weiblichen Babys. In der Öffentlichkeit wird beides nicht gleich behandelt, da es beim Jungen “nur ein Stück Haut ist”, während bei Mädchen das “halbe Geschlechtsorgan” zerstört wird.
      Also bitte zitiere doch mal frauenfeindliche Stellen.

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      • “Das ist so ein ähnlicher feministischer Mind-Trick wie bei Vergewaltigungen, wo ebenfalls die Mann->Frau Vergewaltigung zu etwas ganz besonderem verklärt wird, “unvergleichbar mit jedem anderen Verbrechen” und “schlimmer als Folter”, und somit plötzlich Mann->Mann Vergewaltigungen ganz aus dem Blickfeld verschwinden und nie in irgendwelchen Statistiken oder Untersuchungen auftauchen.”

        Hier zB, das stimmt ja nicht mal was da steht: Du wirst niemanden finden, der dir sagt: Mann-> Frau Vergewaltigungen sind schlimmer als Mann-> Mann Vergewaltigungen, einfach ne glatte Lüge^^

        Und darum ging es bei meinem Kommentar eigentlich ja auch nicht, mein Punkt war, dass die meisten Menschen gegen jegliche Zwangsverstümmelung sind, männlich und weiblich, und nur eine ganz kleine Minderheit von Frauen UND Männern behaupten, dass männliche Zwangsbeschneidungen ok sind weil weibliche viel schlimmer sind.

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  37. http://pro-kinderrechte.de/mannliche-und-weibliche-beschneidung-im-vergleich/

    Hier ein ganz guter Artikel dazu: es gibt weibliche Beschneidungsarten die schlimmer sind und welche die sogar weniger schlimm sind als männliche Beschneidung. Beides ist juristisch gesehen eine Körperverletzung.

    “die Politikerin und Aktivistin gegen die weibliche Beschneidung Ayaan Hirsi Ali fragt, ob das Einschneiden der weiblichen Vorhaut (Inzision) nicht harmloser sei als die männliche Beschneidung mit der Entfernung der Vorhaut? Frau Hirsi Ali, die die Frage bejahte, brachte das Thema daraufhin als Eingabe ins Parlament ein, worauf wenige Monate später die männliche Beschneidung ohne medizinische Indikation als Krankenkassenleistung gestrichen wurde.”

    Wird ja auch von Frauen bestätigt^^ Also warum dieser Hass auf Frauen, und das widerlegen von Argumenten, die sowieso kaum jemand vertritt?

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  38. An sich vollstigste Zustimmung, aber ich bezweifle heftig, dass kitzleramputierte Frauen einen Orgasmus haben können.

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